






















Der Leapmotor B10 hatte in der Redaktion rasch einen bösen Spottnamen weg. Doch je länger man mit dem E-SUV unterwegs ist, desto mehr wird deutlich, vor welche Probleme ein solches Auto einige Konkurrenten stellt. Zum Antritt des Tests waren wir skeptisch, zum Ende hatte der B10 sich Respekt verschafft, obwohl es in einigen Bereichen noch erheblichen Freiraum für Verbesserungen gibt. Doch kaum etwas davon sollte die Konkurrenz ruhig schlafen lassen. Denn für einen Basispreis von knapp 30.000 Euro wird es eine Reihe von Interessenten geben, die ihm manche Schwäche nachsehen werden.
Chinesische Autohersteller gibt es zuhauf, ein Großteil schafft es nicht auf den europäischen Markt. Von den Anbietern, die es versuchen, kämpfen viele noch damit, dass es ohne die klassischen Vertriebsstrukturen schwer ist, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Leapmotor ist diesbezüglich in einer komfortablen Situation. Durch die Kooperation mit dem Stellantis-Verbund, zu dem Marken wie Peugeot, Fiat, Opel und Citroën gehören, können die Modelle zumindest theoretisch über ein breites Händlernetz vertrieben und gewartet werden.
Der Leapmotor B10 ist mit 4,52 m etwa so lang wie ein Skoda Elroq (Test) oder ein Peugeot e-3008 (Test). Sein Radstand misst 2,74 m. Den ähnlich teuren Opel Frontera übertrifft er etwas, und das nicht nur außen. Gerade auf der Rückbank ist der B10 großzügiger geschnitten. Dieser Eindruck rührt allerdings zum Teil auch daher, dass für Fahrer mit sehr langen Beinen der Verstellbereich nach hinten zu knapp bemessen ist. Den Sitzen selbst fehlt es zwar nicht an Heizung und Kühlung, wohl aber an einer verstellbaren Lordosenstütze. Der Kunstlederbezug ist auch etwas rutschig, was den fehlenden Seitenhalt noch betont. Eine elektrische Verstellung gehört zur Serienausstattung der gehobenen Version. Doch manch einer hätte sich wohl eher über eine Höhenverstellung des Beifahrersitzes gefreut.
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