






















Im Zuge des europaweiten Projekts „Mobilities for EU“ hat Volkswagen in Dresden den Prototyp eines mobilen Laderoboters gezeigt. In diesem Projekt geht es um „intelligente Systeme und Dienste für eine nutzerzentrierte, gemeinsame, emissionsfreie Mobilität von Personen und Gütern in Stadtgebieten“, erklärt der Autohersteller. Der Laderoboter soll in der sächsischen Landeshauptstadt künftig eingesetzt werden, um die begrenzte Anzahl an Ladepunkten im Dresdner Sportpark Ostra zu ergänzen.
Prototyp des autonomen Laderoboters in der Gläsernen Manufaktur Dresden.
(Bild: Jan Rieger / Mobilities for EU)
Der Laderoboter ist ein Pilotprojekt der Volkswagen Group Innovation, der Forschungsabteilung des Konzerns, und dem Mobility Data Space des Dresdner Fraunhofer IVI. Für den Standort Dresden sei der Roboter eine sinnvolle Ergänzung, da der Dresdner Sportpark Ostra, der aus Sportstätten besteht, direkt an der Elbe in einem potenziellen Überflutungsgebiet liegt. Aus diesem Grund dürfen keine festen Ladesäulen aufgebaut werden, erklärt Volkswagen heise online auf Nachfrage.
Mit dem Laderoboter wolle VW erforschen, welche alternativen und flexiblen Lademöglichkeiten in solchen Gebieten umgesetzt werden könnten. Der Laderoboter könne überall dort eingesetzt werden, „wo es baulich und wirtschaftlich nicht möglich ist, eine fest installierte Ladestation zu installieren“, schreibt VW in der Projektbeschreibung.
Der Prototyp des autonomen Laderoboters verfügt unter anderem über Lidar und Kamerasysteme zur Orientierung. Zudem besitzt er einen 6-Rad-Antrieb und wiegt rund 950 kg mit den Abmessungen von 2,1 × 1,3 × 1,1 m (L × B × H). Der Ladevorgang kann automatisiert über einen Roboterarm (Manipulator) mit Kameratechnik zur Inlet- und Fahrzeugidentifikation erfolgen. Dafür entriegelt der Kunde zuvor per Smartphone sein Fahrzeug. Alternativ lässt sich der Arm auch manuell einstecken. Den Ladestrom bezieht der Roboter aus einem integrierten 55-kWh-Akku. Angaben zur Ladeleistung macht VW nicht.
Es ist nicht der erste Laderoboter von VW. Schon im Jahr 2019 hat der Konzern ein Ladekonzept für Tiefgaragen vorgestellt, bei dem Roboter parkende Elektroautos eigenständig ansteuern und aufladen sollen. Die Studie bestand aus einem kompakten, selbstfahrenden Roboter und flexibel beweglichen Energiespeichern, sogenannten Akkuwaggons mit einem Energiegehalt von etwa 25 kWh. Die Ladeelektronik sollte auch Schnellladen mit bis zu 50 kW ermöglichen. Aus der Studie ist jedoch bislang kein fertiges Produkt geworden. Volkswagen ist nicht der einzige Hersteller, der an solchen Lösungen arbeitet: So hatten etwa Bosch und Daimler im Jahr 2019 eine Genehmigung vom TÜV für einen autonomen Vorfahr- und Abstellservice erhalten.
(afl)
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