




















Kompakt, leise und mit zwei Eisgrößen: Die Sweetcrispy Eiswürfelmaschine verspricht frische tropfenförmige Eiswürfel in unter 10 Minuten.
Im Sommer schmilzt selbstgemachtes Eis im Gefrierfach oft schneller, als man neues nachfüllen kann. Klassische Eiswürfelformen kosten Zeit, blockieren das Eisfach und liefern selten die gewünschte Menge. Wer spontan eine Runde Cocktails mixen oder einfach nur kalte Getränke servieren möchte, steht schnell vor leeren Schalen.
Eine Lösung versprechen elektrische Eiswürfelmaschinen. Die kompakten Geräte stehen auf der Arbeitsfläche, brauchen lediglich Wasser und Strom – und liefern auf Knopfdruck Nachschub. Besonders praktisch ist das auf Partys, im Büro oder beim Camping.
Die Sweetcrispy Eiswürfelmaschine zählt zu den tragbaren Modellen mit Selbstreinigungsfunktion und zwei wählbaren Eisgrößen. Sie produziert laut Hersteller bis zu 12 kg Eis pro Tag und ist mit einem Tragegriff für den mobilen Einsatz ausgestattet. Wir haben getestet, ob das Gerät für 79 Euro die Herstellerangaben einhält und wie es sich im Alltag schlägt.
Die Sweetcrispy kommt in einem schicken Gehäuse aus Edelstahl mit einer schwarzen Kunststoffabdeckung auf der Oberseite. Letztere wirkt im direkten Vergleich zum hochwertigen Korpus etwas billig und ist anfällig für Fingerabdrücke und Oberflächenkratzer. Mit Abmessungen von 31,3 × 21,8 × 29,5 cm und einem Gewicht von rund 7 kg bleibt das Gerät kompakt und lässt sich dank des integrierten Tragegriffs problemlos transportieren – etwa zur nächsten Gartenparty oder ins Büro.
Der Wassertank fasst 1,5 Liter. Über eine transparente Klappe lässt sich der Eiszubereitungsprozess beobachten, was vor allem Kinder fasziniert. Im Inneren befindet sich der entnehmbare Eiskorb, dazu liegt eine Eisschaufel bei. Pro Tag produziert die Maschine laut Hersteller bis zu 12 kg Eiswürfel – das ist realistisch, allerdings muss dafür das Wasser regelmäßig aufgefüllt und die Auffangschale ausgeleert werden.
Die Bedienung erfolgt über wenige Tasten mit LED-Anzeige. Kontrollleuchten signalisieren, wenn Wasser fehlt oder der Eiskorb voll ist. Per Knopfdruck lässt sich zwischen zwei Eiswürfelgrößen (S & L) wählen – wir bevorzugen die größere Variante, weil sie langsamer schmilzt. Die große Oberfläche der Tropfenform sorgt für rasche Abkühlung der Getränke, aus demselben Grund schmelzen die Würfel aber auch schneller als massive, eckige Varianten.
Praktisch ist der Wasserablass an der Unterseite, über den sich der Tank bequem entleeren lässt. Ein Detail, das nicht bei allen Mitbewerbern vorhanden ist. Die Selbstreinigungsfunktion wird durch einen fünf Sekunden langen Tastendruck aktiviert.
Bilderstrecke: Eiswürfelmaschine Sweetcrispy
Nach dem Auspacken reinigen wir alle Einzelteile, füllen den Wassertank bis zur Markierung und setzen den Eiskorb ein. Ein Knopfdruck genügt, schon legt die Maschine los. Zunächst hört man das leise Brummen der Kühlung und Pumpe, gefolgt von einem kurzen mechanischen Geräusch beim Ausrichten der Kühlfinger.
Der Hersteller verspricht die ersten neun Eiswürfel nach sechs Minuten. In der Praxis dauert der erste Durchgang mit kleinen Würfeln allerdings knapp zehn Minuten. Sobald das System dann vorgekühlt ist, sinkt die Zeit auf etwa acht Minuten pro Durchgang. Damit bleibt die Sweetcrispy minimal hinter der Werbung zurück, liefert aber dennoch alltagstauglich schnell Nachschub. Die größeren Eiswürfel benötigen nur etwa eine Minute länger.
Die tropfenförmigen Eiswürfel sehen sauber aus und gleiten ohne Hängenbleiben in den Auffangkorb. Wie bei vielen Modellen dieser Bauart stapeln sich die Würfel jedoch manchmal unglücklich und blockieren den Füllstandssensor, obwohl noch Platz wäre. Ein kurzes Umverteilen mit der mitgelieferten Schaufel löst das Problem.
Die Lautstärke liegt laut Hersteller unter 40 dB – das entspricht etwa einem leisen Kühlschrank und bestätigt sich im Test als angenehm unauffällig. Zwei Stunden Betrieb schlagen sich auf dem Messgerät mit rund 216 Wh nieder, was Stromkosten von etwas unter 10 Cent entspricht – und damit deutlich günstiger als gekaufte Eiswürfel aus dem Supermarkt – die Anschaffungskosten des Geräts amortisieren sich allerdings erst nach einiger Zeit. Da der Eiskorb nicht aktiv gekühlt wird, schmelzen die Würfel mit der Zeit. Wer größere Mengen benötigt, sollte das Eis zwischendurch in den Gefrierschrank umfüllen.
Die Selbstreinigung dauert rund 15 Minuten. Anschließend lässt sich das Restwasser über das Ablassventil an der Unterseite bequem entfernen – deutlich praktischer als das Kippen über dem Waschbecken. Tipp: Bei kalkhaltigem Leitungswasser empfiehlt sich gefiltertes Wasser, um Verkalkungen vorzubeugen.
Erhältlich ist die Maschine bei Amazon für 79 Euro, dort aber häufig vergriffen. Bei Ebay läuft das baugleiche Modell unter dem Namen Home Office Ice Maker und kostet ab 60 Euro.
Die Sweetcrispy Eiswürfelmaschine macht im Test eine solide Figur. Sie liefert sauber geformte Kugel-Eiswürfel in zwei Größen, arbeitet angenehm leise und lässt sich dank Tragegriff und kompakten Maßen problemlos transportieren. Die versprochenen sechs Minuten bis zum ersten Eis erreicht das Gerät zwar nicht, mit acht bis zehn Minuten pro Durchgang ist es aber dennoch alltagstauglich schnell.
Besonders positiv fallen die einfache Bedienung, die Selbstreinigungsfunktion und der praktische Wasserablass an der Unterseite auf. Die Kunststoffabdeckung wirkt im Vergleich zum Edelstahlgehäuse etwas billig, das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Auch das gelegentliche Blockieren des Füllstandssensors durch ungünstig gestapelte Würfel ist ein Phänomen, das praktisch alle Modelle dieser Bauart betrifft.
Wer auf der Suche nach einer kompakten Eiswürfelmaschine für Küche, Büro, Bar oder die nächste Gartenparty ist, bekommt mit der Sweetcrispy ein zuverlässiges Gerät. Die mangelnde Verfügbarkeit bei Amazon trübt das Bild etwas – über Ebay ist das Modell unter dem Namen Home Office Ice Maker aber ebenfalls zu bekommen.
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