



























Wer einen Snapmaker U1 besitzt oder mit dem Multicolor-Drucker liebäugelt, kennt seine offene Bauweise. Für eine geschlossene Haube verlangt Snapmaker zurzeit 159 Euro. Es gibt aber eine viel billigere Lösung. Auf MakerWorld hat der User Beaver Works einen gedruckten Verbinder veröffentlicht, der die transparente IKEA-Samla-Box (45 Liter, 56 × 39 × 28 cm, 6,99 Euro) als Haube auf den Drucker setzt. Schrauben braucht es keine, nur ein Tropfen Kleber sorgt für Halt. Die Box hält Staub und Lärm draußen sowie die Wärme drinnen, was vor allem bei verzugsfreudigem ABS oder ASA hilft.
Tüftler aus aller Welt haben den Entwurf nachgedruckt und weitergedacht. Eine Variante kommt beim Zusammenbau ohne das Abstecken der Kabel aus, eine andere ergänzt Lüftungsschlitze, und jemand hat den Verbinder kurzerhand an eine ähnliche Box der US-amerikanischen Warenhauskette Costco angepasst.
Die Frage, warum der U1 überhaupt so gefragt ist, hat die Make in Ausgabe 7/25 in einem ausführlichen Test beantwortet. Der Drucker wechselt zwischen vier Druckköpfen, druckt mehrfarbig ohne Spülabfall und spart so bis zu 80 Prozent Filament. In einzelnen Disziplinen hängt er sogar den rund fünfmal teureren Prusa XL ab, und das für unter 1000 Euro.
(Bild: Nathalie Schönwetter)
Dass sich IKEA-Produkte erstaunlich oft zweckentfremden lassen, ist der Grund, warum sich das Make-Sonderheft 6/25 nur rund um IKEA-Hacks dreht. Dort wird der Servierwagen Bror zur mobilen Werkbank und der Luftfilter Förnuftig zur Absaugstation für Lötdämpfe.
Gerade die Samla-Boxen werden für alle möglichen Hacks verwendet, vom Katzenklo über den Anzuchtkasten bis zur Filament-Aufbewahrung. Bei der Trockenbox sorgen etwas Dichtungsband, ein paar gedruckte Halter, Silica-Gel und ein Hygrometer dafür, dass hygroskopisches PLA, ABS oder Nylon vor Feuchtigkeit geschützt bleibt. Passende Vorlagen für die 22- und 45-Liter-Box gibt es zuhauf. (mch)
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