






















Seit November 2006 gelten auf Flughäfen der EU genaue Regeln für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck. Alle Flugreisenden dürfen einen verschließbaren, durchsichtigen 1-Liter-Kunststoffbeutel mit sich führen, in dem Flüssigkeiten in Behältern mit einem Fassungsvermögen von je maximal 100 Millilitern transportiert werden dürfen. Doch das könnte sich künftig ändern.
Wie der Flughafen Brüssel in einer Mitteilung bekannt gegeben hat, sollen in den kommenden Jahren neue Scanner installiert werden, die diese und andere Beschränkungen für Reisende lockern. Schon ab Juni 2026 sollen erste Tests mit den Body-Scannern stattfinden, die 3D-Aufnahmen machen. Sind diese Tests erfolgreich, wird die Technik Schritt für Schritt am gesamten Flughafen ausgerollt und schließlich 2028 erstmals in den alltäglichen Betrieb integriert.
Durch die neuen Scanner soll es möglich sein, sämtliche Behälter mit Flüssigkeiten im Handgepäck zu lassen. Selbiges gilt für elektronische Geräte wie Laptops oder Smartphones, die bisher noch aus Taschen entfernt und separat dazugelegt werden müssen. Die Scanner setzen dabei auf CT-Technik und erstellen ein 3D-Bild vom Handgepäck, das deutlich mehr Überblick über den Inhalt gibt als die aktuellen 2D-Scanner.
Das Sicherheitspersonal, das die Aufnahmen überprüft, kann die 3D-Scans rotieren, in sie hineinzoomen und dabei sogar an Gegenständen im virtuellen Bild vorbeischauen, um tieferliegende Objekte zu identifizieren. Allerdings soll das nicht mehr allzu oft nötig sein. Algorithmen überprüfen die Scans automatisch und weisen das Sicherheitspersonal auf mögliche Gefahrengegenstände hin.
Durch die Umstellung auf die neuen Maschinen können Reisende in Brüssel künftig unbegrenzte Mengen an Flüssigkeit mit ins Flugzeug nehmen, solange sich diese in Behältern mit einem maximalen Fassungsvermögen von jeweils zwei Litern befinden. Ein solches System ist auch schon in London Heathrow seit Anfang des Jahres installiert und wird aktiv genutzt. In Brüssel dauert die Umsetzung noch eine Weile. Im Sommer 2029 sollen alle 19 Security-Checks mit den neuen Scannern ausgestattet sein. Die langsame Umstellung soll gewährleisten, dass jederzeit genügend Kontrollpunkte vorhanden sind, um Reisende schnell zu ihren Flügen zu bringen.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
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