


























OpenAI hat in den ersten drei Monaten des Jahres 3,7 Milliarden US-Dollar seiner Geldreserven aufgebraucht, bei einem Umsatz von gerade einmal 5,7 Milliarden US-Dollar. Das berichtet das US-Magazin The Information unter Berufung auf interne Zahlen des KI-Unternehmens. Die sogenannte Cash-Burn-Rate habe sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht, genauso wie der Umsatz. Weil OpenAI aber nach der jüngsten Finanzierungsrunde auf Reserven in Höhe von 73 Milliarden US-Dollar sitzt, könne das Unternehmen das zumindest noch eine Weile durchhalten, ohne neues Geld einzutreiben. Der Nettoverlust des Unternehmens hat im gleichen Zeitraum demnach sogar 9,3 Milliarden US-Dollar betragen, „wandelbare Zinsrechte und Optionsverbindlichkeiten“ hätten weitere 12,4 Milliarden US-Dollar gekostet, schreibt The Information.
Die teils schwer zu durchschauenden, aber immens hohen Beträge verfestigen das Bild eines Unternehmens, dessen Milliardenumsätze zwar stark steigen, dem die Kosten aber trotzdem enteilen. Ende des vergangenen Jahres hat OpenAI Investorinnen und Investoren aufgeschlüsselt, dass sich die geplanten Ausgaben bis 2030 auf 665 Milliarden US-Dollar belaufen. Das Geld wird vor allem für den Bau und den Ausbau von Rechenzentren benötigt. Wie die gigantische Summe wieder eingenommen werden soll, wenn die KI-Nutzung nicht weiter massiv steigt und die Modelle nicht mehr massiv besser werden, sei vollkommen unklar, meint The Information.
Erst am Dienstag hat die Financial Times ebenfalls unter Berufung auf interne Dokumente, die dem unabhängigen Journalisten Ed Zitron zugespielt wurden, berichtet, dass OpenAI 2025 34 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat. Dem stand demnach ein Umsatz von 13 Milliarden US-Dollar gegenüber. Der Nettoverlust hat sich demnach innerhalb eines Jahres von 5 Milliarden US-Dollar auf 39 Milliarden fast verachtfacht. Zieht man Verbindlichkeiten ab, die mit der Umwandlung OpenAIs in ein gewinnorientiertes Unternehmen zusammenhängen – und die abhängig vom Firmenwert regelmäßig neu bewertet werden – ist demnach ein Verlust von 8 Milliarden US-Dollar geblieben. Diese Zahlen dürften auch angesichts des geplanten Börsengangs mit wachsendem Interesse begutachtet werden.
(mho)
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