






















In einem Interview hat Xbox-Chefin Asha Sharma erneut zugegeben, dass Gaming für viele Spieler zuletzt zu teuer geworden ist. Das erstreckt sich nicht nur auf Spiele, sondern derzeit auch auf die Spielkonsolen, die durch die Speicherkrise teilweise deutlich im Preis gestiegen sind. Um dieser Entwicklung bei der nächsten Generation Einhalt zu gebieten, denkt sie über neue Geschäftsmodelle nach. Neue Spielkonsolen sollten sich nicht nur auf Leistung fokussieren.
Zu dieser Erkenntnis war die Xbox-CEO schon vorher gekommen und hatte die im Vorjahr durchgeführte Preiserhöhung von Microsofts Spiele-Abo dieses Jahr praktisch wieder rückgängig gemacht. Im April wurde der Xbox Game Pass wieder günstiger. Doch bei der nächsten Konsolengeneration namens „Project Helix“, die auch PC-Spiele spielen kann, waren bislang eine deutliche erhöhte Leistungsfähigkeit und damit auch höhere Preise aufgrund teurerer Komponenten erwartet worden.
Die aktuelle Preisentwicklung von Speicherbausteinen hat bereits jetzt zu Preiserhöhungen bei der Hardware geführt. Jetzt erklärte die Xbox-Chefin, dass Spielkonsolen einige Jahre nach der Einführung aufgrund sinkender Komponentenpreise üblicherweise günstiger werden. Doch aktuell sind die Speicherpreise teilweise um ein Vielfaches höher als zuvor, sodass auch die laut Sharma immer noch stark nachgefragten Konsolen selbst teurer werden. Diese Entwicklung dürfe sich bei der nächsten Generation nicht wiederholen.
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„Wir haben einen Punkt erreicht, an dem es schwer vorstellbar ist, dass sich ein Massenpublikum Ausgaben in Höhe von Tausenden von Dollar für eine Konsolengeneration leisten kann“, sagte Asha Sharma in einem Interview mit Fortune. Dabei spielt sie offenbar auf die nächste Xbox-Generation an. „Im weiteren Verlauf dieses Jahres werden wir erleben, wie radikal andere Geschäftsmodelle – mit denen wir nie gerechnet hätten – auf den Plan treten.“
Verschiedene Gerüchte bezeichnen Project Helix als die leistungsfähigste Spielkonsole der nächsten Generation. Die Microsoft-Hardware soll beim Spielen in 4K-Auflösung 30 Prozent schneller werden als die Playstation 6, die aufgrund der Speicherkrise allerdings bis 2028 oder 2029 verschoben werden könnte. Eine solche Leistungsfähigkeit dürfte sich Microsoft entsprechend bezahlen lassen, doch davon scheint Sharma jetzt langsam abzurücken.
„Es ist noch einiges an konkreter Arbeit zu leisten, um sicherzustellen, dass [Helix] denjenigen zur Verfügung steht, die es spielen möchten“, erklärte die Xbox-Chefin und fügte hinzu, dass Microsoft prüft, „was für den Konsolenbereich erforderlich ist – und nicht bloß, was die weltweit leistungsstärkste High-End-Konsole ausmacht“. Damit scheint sich der Konkurrenzkampf der Spielkonsolen mehr auf Preis statt Power zu verschieben.
(fds)
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