


























Das US-Verkehrsministerium hat schon vor mehr als einem halben Jahr eine Untersuchung der massiven Probleme bei Delta Air Lines infolge des Update-Fiaskos bei CrowdStrike im Sommer 2024 beendet. Das berichtet Politico unter Berufung auf eine Stellungnahme, die erst auf eine Anfrage hin vorgelegt wurde. Demnach hat das US-Verkehrsministerium „an oder um den 4. November 2025“ entschieden, dass keine Maßnahmen nötig seien. Grundlage sei auch eine Anordnung von Präsident Donald Trump, der Privatwirtschaft keine erheblichen Kosten aufzuerlegen, „die nicht durch den öffentlichen Nutzen aufgewogen werden“. Passagiere hätten prompte Rückerstattungen und Hilfe mit ihrem Gepäck erhalten. Genau das bestreiten Betroffene, die gegen Delta klagen.
In den Ermittlungen war es um die massiven Probleme bei Delta Air Lines infolge eines Software-Debakels bei CrowdStrike gegangen. Am 19. Juli 2024 hatte das Unternehmen ein fehlerhaftes Update an alle Endpoint-Security-Agenten mit CrowdStrikes EDR-System Falcon verteilt, das Millionen von Windows-Rechnern zum Absturz brachte. Erschwerend kam hinzu, dass viele Systeme dabei so nachhaltig beeinträchtigt wurden, dass ein manueller Eingriff vor Ort erforderlich war, um sie wieder benutzbar zu machen. Admins mussten deshalb manuell an Windows-Rechnern tätig werden, was sich teils über Tage hingezogen hat. Die durch die Ausfälle verursachten Schäden belaufen sich auf mehrere Milliarden US-Dollar.
Der Vorfall sorgte für erhebliche Störungen in zahlreichen Branchen. Die Luftfahrt war besonders stark betroffen. An zahlreichen deutschen und internationalen Flughäfen ging zunächst nichts mehr; tausende Flüge von verschiedenen Airlines wurden gestrichen. Delta Air Lines war besonders stark betroffen, auch deshalb wurden die Ermittlungen eingeleitet. Die Fluggesellschaft hat sich gegenüber Politico jetzt zufrieden gezeigt, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. Die US-Regierung habe „die katastrophalen Umstände anerkannt, mit denen wir als Branche während des beispiellosen Betriebsausfalls konfrontiert waren“. Gleichzeitig habe sie darauf verwiesen, wie gut man sich um die Kundschaft gekümmert habe. Die sieht das anders, laut Politico läuft noch eine Sammelklage.
(mho)
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