


















Am 23. Juni könnte eine Arbeitsgruppe der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) eine epochale Entscheidung treffen: Das Gremium GRVA plant die Verabschiedung von veränderten Zulassungsvorschriften für Assistenzsysteme (abgekürzt DCAS für Driver Control Assistance Systems), die das autonome Fahren suggerieren. Sollte diese Regelung Anfang 2027 tatsächlich in Kraft treten, werden zuerst der MB.Drive Assist Pro im Mercedes CLA sowie Tesla FSD (Full Self-Driving) Supervised für Model 3 und Model Y in Europa genehmigt. Es würde nicht weniger als den Beginn der Ära von KI-basierten Fahrassistenzsystemen bedeuten, welche die Start-Ziel-Führung selbstständig übernehmen, aber permanent vom Menschen überwacht werden müssen.
Ein hochrangiger Mercedes-Mitarbeiter hatte das bereits Ende Mai in einem Posting bei LinkedIn angedeutet. Mercedes wird den MB.Drive Assist Pro mit einer Ausnahmegenehmigung noch in diesem Jahr in mehreren deutschen Städten ausprobieren, heißt es dort. Ab 2027 und unter der Voraussetzung, dass die UNECE den Weg freimacht, folgt die allgemeine Zulassung. Mercedes beschränkt sich vorerst auf den urbanen Raum.
(Bild:
BMW
)Kern der Weiterentwicklung der DCAS ist laut Mercedes, dass die Assistenzsysteme „verkehrsregelkonform, vorhersehbar und für den Fahrer beherrschbar“ ausgelegt sind. Der Gesetzgeber wolle sicherstellen, dass das Fahrzeug „insbesondere auf vulnerable Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer“ reagiert.
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