






















Egal, ob bei OpenAI, Anthropic oder Google – wenn es um Künstliche Intelligenz geht, sind die Begriffe „KI-Agent“ oder „agentisch“ nicht weit. Apple hingegen hält sich hier zurück, Softwarechef Craig Federighi gab unlängst vor Presse und Analysten sogar an, heutige Agenten für Endkunden (also außerhalb von Coding-Assistenten) seien „spannende Experimente“, aber noch „sehr früh“. Doch bei der WWDC-Keynote am Montag gab es zumindest einmal den Begriff „agentic“ zu hören. Das war an unerwarteter Stelle: bei Neuerungen in Apples Passwörter-App.
Das Feature steckt in iOS 27 und soll dafür sorgen, dass kompromittierte Zugangsdaten schneller aktualisiert werden können. Zwar kann Passwörter bereits jetzt davor warnen, wenn Account-Daten in bekannten Leaks aufgetaucht sind. Die eigentliche Arbeit hat aber der Nutzer: Er muss sich selbst auf die jeweilige Website begeben, um sie zu ändern und damit wieder abzusichern. Mit iOS 27 soll das nun ein „neuer agentischer KI-Workflow“ übernehmen, so Apple.
Dazu gibt es eine neue Funktion, mit der Passwörter automatisch korrigiert werden können. Im Bereich „Sicherheit“ enthält die App nun eine Übersicht mit Empfehlungen. Will man die Änderung automatisch vornehmen lassen, klickt man auf „Beheben“. Dann läuft im Hintergrund Apples Agent, der sich einloggt und die Passwörter ändert und diese dann schließlich in der Passwörter-Datenbank ablegt (die sich auch über iCloud synchronisieren lässt). Apple gibt an, dass dabei jeweils sichere Passwörter nach Vorgaben des Nutzers verwendet werden.
Apple hat noch keine Angaben dazu gemacht, wie die Funktion technisch funktioniert. Da sie aber offenbar mit allen Websites arbeitet, müsste der Agent im Hintergrund tatsächlich einen Browsing-Modus nutzen. Der Vorgang ist äußerst sensibel, entsprechend bleibt zu hoffen, dass Apple hier entsprechende Dokumentationen vorlegt, damit Sicherheitsforscher sich die Funktion näher anschauen können.
Nutzer sollen jederzeit in der Passwörter-App Zugriff auf das geänderte Passwort haben, allerdings macht man sich dadurch weiter von einem Anbieter (nämlich Apple) abhängig. Passwort-Manager gibt es von vielen Anbietern, darunter auch quelloffene Systeme.
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(bsc)
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