惯性聚合 高效追踪和阅读你感兴趣的博客、新闻、科技资讯
阅读原文 在惯性聚合中打开

推荐订阅源

钛媒体:引领未来商业与生活新知
钛媒体:引领未来商业与生活新知
WordPress大学
WordPress大学
T
Tailwind CSS Blog
V
Visual Studio Blog
月光博客
月光博客
Hugging Face - Blog
Hugging Face - Blog
小众软件
小众软件
奇客Solidot–传递最新科技情报
奇客Solidot–传递最新科技情报
博客园 - Franky
freeCodeCamp Programming Tutorials: Python, JavaScript, Git & More
Last Week in AI
Last Week in AI
阮一峰的网络日志
阮一峰的网络日志
量子位
有赞技术团队
有赞技术团队
酷 壳 – CoolShell
酷 壳 – CoolShell
Apple Machine Learning Research
Apple Machine Learning Research
博客园_首页
Jina AI
Jina AI
雷峰网
雷峰网
博客园 - 【当耐特】
博客园 - 叶小钗
美团技术团队
宝玉的分享
宝玉的分享
IT之家
IT之家

heise online News

Machine Learning mit Python – KI und Deep Learning in 5 Sessions erklärt Porsche-Chef Leiters plant umfassenden Konzernumbau Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken iX-Workshop: Grundlagen und Prinzipien eines modernen IT-Managements Missing Link: Aus für De-Mail – warum das „@“ das eingekringelte „e“ besiegte Top 10: Android Auto & Carplay nachrüsten – das beste Display fürs Auto im Test BOS-Funk: ETSI standardisiert Funk für Behörden Repair-Cafés jubeln: Bundestag beschließt Ökodesign-Reform für Nachhaltigkeit Google wehrt sich gegen Monopol-Urteil CERN-Rat beschließt Strategie-Update: FCC-ee soll LHC-Nachfolger werden Product Owner AI Day 2026: Konferenz und Workshop für KI im Produktmanagement Taskforce sieht keine Knappheit bei Kerosin Aus dem Weg! E-Scooter Navee UT5 Max mit Kuhfänger und brachialer Power im Test Krankenhaus-IT: Geldmangel und schlechte Prozesse gefährden Digitalisierung „The Boroughs“: Opa entdeckt Stranger Things iX-Workshop: Lokales Active Directory gegen Angriffe absichern Google Pics und Tiger-Selfies – die Fotonews der Woche 21/2025 Fitbit-App bekommt großes Update auf Version 5.0 und heißt jetzt Google Health Zwischen Wellen, Weite und Wissenschaft: Die Bilder der Woche 21 Sonnenenergie effizient speichern und nutzen | c’t uplink Cyberangriff auf Abrechnungsdienstleister betrifft viele Kliniken Lizenzstreit und Cloud-Zwang: Bambu Lab unter massivem Druck Vom Postweg ins BundID-Konto: Bundestag stimmt für digitales Führungszeugnis Windows 11 ist ein kompletter Verkehrsunfall Europol legt VPN-Dienst lahm TV-Deals zur WM: Die besten Fernseher von OLED bis XXL zum Tiefstpreis Nvidia will mit Vera-Prozessoren nach der CPU-Krone greifen Googles XR-Brillen auf der I/O: Project Aura & Prototyp ausprobiert Proxmox VE 9.2 mit Dynamic Load Balancer und Linux Kernel 7.0 Großstadt blockiert Überwachungssoftware Palantir
VW setzt auf die Telekom: T-Systems baut weltweite Cloud ...
Stefan Krempl · 2026-06-14 · via heise online News

Volkswagen geht bei seiner digitalen Transformation neue Wege und setzt bei der IT-Infrastruktur auf europäische Souveränität. In einem großen, finanziell nicht bezifferten Deal hat der Wolfsburger Automobilriese die Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems damit beauftragt, die sogenannte „Group Private Cloud 2.0“ aufzubauen und weltweit zu betreiben. Diese IT-Infrastruktur soll als Nervensystem für Anwendungen aller Konzernmarken – von Audi und Porsche bis zu Skoda und der Kernmarke VW – dienen. Neue IT-Applikationen werden ab sofort direkt in dieser neuen Umgebung laufen. Langfristig ist geplant, einen Großteil der klassischen IT-Landschaft im Eigenbetrieb in diese Cloud-Umgebung zu migrieren.

Das Ziel hinter diesem Schritt gibt VW-IT-Vorstand Hauke Stars so aus: Es gehe darum, die digitale Resilienz des Autobauers durch eine Kombination aus Technologiepartnerschaften und eigener Infrastruktur zu stärken. Durch mehr Datenverarbeitung in Eigenregie innerhalb des europäischen Rechtsraums will sich Volkswagen wirtschaftlich und technologisch unabhängiger aufstellen.

T-Systems-Chef Ferri Abolhassan hob hervor, dass digitale Souveränität nicht teuer sein müsse. Die genutzte Produktbasis soll nach Angaben des IT-Dienstleisters nicht nur Unabhängigkeit und hohe Sicherheitsstandards garantieren, sondern preislich sogar viele Public-Cloud-Angebote der großen US-Hyperscaler wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud unterbieten. Zudem erhalte VW dadurch direkten Zugang zur KI-Infrastruktur von T-Systems in München, um industrielle KI-Anwendungen voranzutreiben.

Aus technologischer und strategischer Sicht bietet das Vorhaben durchaus Vorteile für den Autokonzern. Eine private Cloud verbindet die Flexibilität, Skalierbarkeit und Automatisierung moderner Rechnerwolken mit der Kontrolle über die zugrunde liegende Infrastruktur. Da geschäftskritische Anwendungen und sensible Fahrzeug- sowie Kundendaten in einer dedizierten, geschlossenen Umgebung verarbeitet werden, lassen sich europäische Vorgaben wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und regulatorische Anforderungen besser umsetzen als in einer geteilten Public-Cloud-Infrastruktur. Auch der Schutz vor Cyberangriffen und Wirtschaftsspionage lässt sich in einer exklusiven Umgebung theoretisch besser bewerkstelligen.

Der Systemwechsel wirft aber auch Fragen auf. Zwar betonen beide Konzerne die neu gewonnene Unabhängigkeit. Doch in der Realität tauscht Volkswagen ein Stück weit nur eine Abhängigkeit gegen eine andere. Statt eines „Vendor Lock-ins“ bei außereuropäischen Cloud-Riesen begibt sich VW in eine langfristige Interdependenz von T-Systems als alleinigem Betreiber dieser geschäftskritischen Infrastruktur. Ein Scheitern oder Verzögern des Projekts könnte die Digitalstrategie des Autobauers lähmen, der ohnehin seit Jahren mit Softwareproblemen in der Fahrzeugentwicklung kämpft.

Zudem muss sich das Versprechen von T-Systems, die Preise der Hyperscaler zu schlagen, erst noch erfüllen. Die US-Giganten verfügen über enorme Skaleneffekte und weltweite Rechenzentrumskapazitäten, die ein europäischer Dienstleister kaum im selben Maße bieten kann. Private-Cloud-Infrastrukturen neigen bei weltweitem Betrieb im Vergleich zu Public Clouds oft zu höheren Wartungs- und Update-Kosten.

Nicht zuletzt bleibt die Herausforderung der Migration: Die Überführung tausender historisch gewachsener Altsysteme aller Konzernmarken in die neue Cloud ist ein IT-Projekt am offenen Herzen, das erfahrungsgemäß große Ressourcen verschlingt und fehleranfällig ist.

Lesen Sie auch

(nie)