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Prototyp deutscher Langstreckendrohne mit hoher Tragkraft...
Oliver Bünte · 2026-06-15 · via heise online News

Das deutsche Luftfahrtunternehmen Aerodata AG, Spezialist für unbemannte Flugsysteme, hat die Endmontage eines Prototyps des unbemannten Flugsystems der MALE-Klasse (Medium Altitude Long Endurance) abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Die AeroForce X soll Nutzlasten bis zu 1300 kg transportieren und bis zu 40 Stunden lang in der Luft bleiben können. Die AeroForce X eigne sich besonders für Aufklärungsflüge.

Technische Daten zur Drohne kommuniziert Aerodata nicht, verrät aber, dass die zweimotorige Drohne eine Nutzlast von bis zu 1300 kg transportieren können soll. Zudem sei sie modular aufgebaut, sodass sie für unterschiedliche Einsatzgebiete wie etwa zur militärischen Luftaufklärung sowie Grenz- und Umweltüberwachung ausgerüstet werden kann.

Mit an Bord ist etwa ein EO/IR-Kamerasystem, das eine präzise Zielerkennung und -verfolgung ermöglichen und zur Echtzeitüberwachung geeignet sein soll. Das Flugsystem verfügt außerdem über ein ESM/ELINT-System, das Radar- und Kommunikationsstellen erkennen, lokalisieren und analysieren könne. Zusätzliche Sensoren sollen auch kontinuierliche Überwachungsaufgaben bei schlechten Sichtverhältnissen ermöglichen.

Die Nutzlast von bis zu 1300 kg verteilt sich auf 700 kg im Rumpf und je 325 kg an den Hardpoints der Tragflächen. Die maximale Startmasse beträgt etwa 4800 kg. Die Drohne kann so je nach Mission etwa auch Waffensysteme wie Loitering-Munition tragen. Die Motorisierung könne dem gewünschten Einsatz entsprechend angepasst werden. So könne etwa die Reisegeschwindigkeit und operative Flughöhe festgelegt werden. Serienmäßig ist sie mit zwei Motoren ausgestattet.

Dabei hilft der AeroForce X eine Flugzeit von bis zu 40 Stunden. Weit entferntere Einsatzgebiete können somit über einen längeren Zeitraum ohne Landungen und Tankstopps überwacht werden.

Mit dem Abschluss der Montage der AeroForce X beginnt das Unternehmen nun mit der nächsten Phase. Die Flugsysteme werden zunächst am Boden getestet. Noch 2026 soll der Erstflug erfolgen, um die Flugeigenschaften, das Flugverhalten und -dauer zu testen und die Funktion der Missionssysteme sicherzustellen.

(olb)