



















Im Wiener Museumsquartier hat sich kürzlich entschieden, welche GreenTech-Startups Österreich beim weltweit größten Wettbewerb für klimafreundliche Geschäftsideen vertreten. Sieben Startups pitchten beim nationalen Finale des ClimateLaunchpad 2026. Den ersten Platz sicherte sich Joyh Design, ein Building-Technology-Startup, das mineralischen 3D-Sanddruck mit einer Design-to-Production-Software kombiniert.
Bemerkenswert dabei war, dass 100 Prozent der Teams mit weiblicher Führung oder Beteiligung antraten. Für den Wettbewerb ist das ein neuer Rekord. Das Niveau lag laut Jury durchwegs im DeepTech-Bereich, die Bewertungen fielen extrem knapp aus.
Sieger Joyh Design entwickelt eine Technologie, die bestehende Fassaden in leistungsfähige, langlebige Systeme verwandelt. Die Lösung minimiert Energieverluste im Gebäudebestand und wirkt der Überhitzung von Städten entgegen.
Neben der Teilnahme am Europa-Finale Anfang September springt das Team direkt nach Singapur: Am 14. Oktober präsentiert Joyh Design auf der internationalen ClimateLaunchpad-Messe die eigene Innovation einem globalen Fachpublikum.
„Der Gewinn von ClimateLaunchpad Austria hat uns gezeigt, dass die Sanierung unserer schönsten Gebäude und das Erreichen unserer Klimaziele ein und dasselbe Ziel sind. Wir sind dankbar, dass so viele Menschen an unsere Vision sowie an unsere Technologie und unser Team glauben, um sie zu verwirklichen“, freut sich das Gewinner-Team.
Platz zwei ging an ReneTrax, das intelligente robotische Wartungssysteme für Solaranlagen entwickelt. Die datenbasierte, wasserarme Kombination aus Reinigung, Monitoring und Inspektion reduziert Energieverluste und macht den Betrieb von Großanlagen effizienter.
Den dritten Platz belegte HanfBauSysteme mit vorgefertigten, CO2-negativen und vollständig recycelbaren Hanfkalk-Paneelen für den Bausektor. Die Paneele lassen sich praxisnah in bestehende Prozesse integrieren und sorgen für hervorragende Dämmung sowie Feuchteregulierung. Beide Teams steigen ebenfalls ins Europa Finale auf.
Der Publikumspreis ging an Repartum, eine digitale Kreislaufwirtschaftsplattform für wiederverwendete Ersatzteile aus alten Elektrogeräten, die Reparaturen erschwinglicher macht und Produktlebenszyklen verlängert.
Die hochkarätige Jury, bestehend aus Milda Žilinskaitė (Senior Scientist & Director am WU STaR Competence Center), Florian Schellnast (Co-Founder von Joulzen und ClimateLaunchpad-Alumnus), Lucie Hornauer (Startup Services der Wirtschaftsagentur Wien) sowie Kimiko Uriu (Head of Sustainability und Leiterin des SPEAK OUT Festivals), zeigte sich vom Niveau der Pitches beeindruckt.
Milda Žilinskaitė kommentierte: „Als Akademikerin bin ich von Berufs wegen eigentlich Pessimistin, und angesichts all der schlechten Nachrichten in der Welt ist es leicht, den Mut zu verlieren. Aber wenn ich das hier sehe, schöpfe ich wieder Hoffnung. Jedes einzelne Team war unglaublich gut, die Bewertungen lagen extrem dicht beieinander. Solche grünen Innovationen werden dringend gebraucht. Diese Startups schlagen jede schlechte Nachricht.“
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Während weltweit die restlichen nationalen Vorentscheide stattfinden, bereiten sich die österreichischen Top 3 auf das virtuelle europäische Finale im September vor. Wer dort überzeugt, pitcht beim globalen Finale in Singapur am 14. Oktober 2026.
Das globale Finale findet jedes Jahr in einer anderen Metropole statt. Letztes Jahr holte der Think Tank Thinkubator das prestigeträchtige Event im Rahmen des Climate Innovation Festivals CIFE nach Wien. Beide Events werden per Livestream übertragen, Updates gibt es direkt bei Climate-KIC oder über die Kanäle von Thinkubator.
Hinter dem ClimateLaunchpad steht ein starkes Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Zu den diesjährigen Partnern zählen unter anderem Bank of America, Irish Aid, die Wirtschaftsagentur Wien, BDO Austria, das KURIER Medienhaus, OekoBusiness Wien, das STaR Competence Center der WU sowie die Open Innovation Factory der ÖBB.
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