Microsoft hat laut Golem eine neue Kategorie von KI-Agenten eingeführt, die autonom im Hintergrund arbeiten. Der erste dieser Autopilot-Agenten ist Microsoft Scout, der auf OpenClaw basiert. Der österreichische Entwickler des AI-Agenten, Peter Steinberger, ist in diesem Jahr zu OpenAI gegangen (wir berichteten).
Neue AI-Agenten halten Arbeitsprozesse in Bewegung
Die neuen Agenten von Microsoft sollen eine eigene Identität besitzen. Sie handeln im Auftrag der Nutzer:innen innerhalb festgelegter Richtlinien. Das Ziel: Arbeitsprozesse kontinuierlich in Bewegung halten, auch wenn die Aufmerksamkeit des Anwenders gerade auf andere Aufgaben gerichtet ist.
Scout ist direkt integriert in die Microsoft-365-Umgebung. Der Agent verknüpft sich mit Anwendungen wie Teams, Outlook, OneDrive und SharePoint. Er greift auf relevante Daten wie E-Mails, Kalender und Chats zu, um mit dem Arbeitsfluss der Nutzer:innen synchron zu bleiben. Die Interaktion findet primär über Teams statt, lässt sich aber über eine Desktop-App auf lokale Ressourcen und Browserinhalte ausweiten.
Scout für Anwendung in Unternehmen optimiert
Mit Scout soll sich der tägliche Koordinationsaufwand deutlich reduzieren. Der Agent plant selbstständig Termine, priorisiert wichtige Meetings und erstellt Vorbereitungsmaterialien. Durch eine Technologie namens Work IQ lernt der Agent stetig dazu, versteht die Prioritäten der Nutzer:innen und erkennt Risiken wie ins Stocken geratene Aufgaben. Zudem identifiziert Scout anstehende Aufgaben und blockiert automatisch benötigte Zeitfenster im Kalender.
Die auf OpenClaw basierende AI wurde für die Anwendung in Unternehmen optimiert. Sicherheit und Kontrolle stehen im Vordergrund. Jeder Agent agiert unter einer eigenen verwalteten Entra-Identität. Dadurch soll es möglich sein, alle Aktionen nachzuvollziehen und bestehende Datenschutzrichtlinien einzuhalten. Für besonders kritische Aktionen lässt sich zudem eine menschliche Freigabe anfordern.
Peter Steinberger geht zu OpenAI; OpenClaw soll in Stiftung Open Source bleiben
Microsoft testet Effizienz von Agenten
Derzeit ist Microsoft Scout als experimentelle Version für eine ausgewählte Gruppe von Kund:innen in einer privaten Vorschau sowie für Frontier-Organisationen verfügbar. Für den Zugriff sind eine Anmeldung im Frontier-Programm, spezifische Intune-Richtlinien sowie eine GitHub-Copilot-Lizenz erforderlich.
Microsoft will in dieser Phase evaluieren, wie Always-on-Agenten reale Arbeitsabläufe unterstützen und die Effizienz in Organisationen steigern können. Die Testphase soll zeigen, ob autonome KI-Assistenten tatsächlich den Koordinationsaufwand senken und Produktivität erhöhen.
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