Die US-Softwarefirma CloudBees hat den Österreicher Moritz Plassnig mit sofortiger Wirkung zum CEO ernannt. Der Wiener Unternehmer, der 2011 die CI/CD-Plattform Codeship gründete und 2018 an CloudBees verkaufte, kehrt damit zu dem Software-Delivery-Anbieter zurück.
Moritz Plassnig bringt breite Expertise mit
Plassnig löst Anuj Kapur ab, der CloudBees zu Profitabilität und Umsatzwachstum geführt hat. Er wird zudem dem Vorstand beitreten. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Adobe, Bosch, Visa und Salesforce.
Sowohl als Gründer als auch als Produktchef bringt Moritz Plassnig Erfahrung mit. Nach dem Codeship-Exit war er zuletzt Chief Product Officer bei Immuta, einer Plattform für Datensicherheit und Governance. Dort verantwortete er Produktentwicklung, Engineering und Customer Success. Seine Expertise liegt in der Entwicklung von Enterprise-Tools, die gleichzeitig Developer-freundlich bleiben. Diese Kombination will er bei CloudBees jetzt für seine AI-Strategie nutzen.
Wettlauf um Agentic Coding
Der Zeitpunkt des Wechsels ist strategisch gewählt. KI übernimmt einen wachsenden Anteil des Codings. Bei CloudBees-Kunden, zu denen mitunter Finanzinstitute, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen gehören, arbeiten AI-Agenten bereits autonom. Der Fokus verschiebt sich von der Codegenerierung zur Frage, was letztlich in Produktionsumgebungen gelangt.
„Die Softwareentwicklung befindet sich erneut in einem Umbruch“, sagt Moritz Plassnig. „Unternehmen stehen unter dem Druck, Agentic Coding einzuführen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das erfordert Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und menschliche Beteiligung.“
CloudBees positioniert sich als Governance-Plattform für AI-gesteuerte Entwicklung. Die offene und flexible Governance-Ebene gibt CIOs und CISOs eine zentrale Anlaufstelle, um Richtlinien festzulegen und Risiken zu managen.
„Richtige Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort“
Jede Änderung, ob von Menschen oder KI, soll sichtbar, überprüfbar und nachvollziehbar werden. Global-2000-Unternehmen können so AI-gesteuerte Entwicklung einführen, ohne bestehende Workflows zu ersetzen. Intern setzt CloudBees bereits AI-Agenten in Engineering, Marketing und Kundenbetreuung ein.
„Die Frage jedes CIOs lautet derzeit: Wie kann ich mithalten, ohne die Kontrolle zu verlieren? Wir sind mit der richtigen Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, meint Plassnig.
CloudBees-Mitgründer und Vorstandsmitglied Sacha Labourey kommentiert: „Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten.“ Agentic Coding verändere grundlegend, was Unternehmen erwarten. CloudBees werde sich ebenso radikal wandeln. Plassnig steht bereits im Austausch mit Kunden und wird dies in den kommenden Wochen priorisieren.
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