Das israelisch-amerikanische AI-Startup Limitless Labs hat eine Series A-Finanzierung über 20 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Jungfirma entwickelt eine agentische Physical-AI-Plattform für computergestütztes Design und Fertigung (CAD/CAM). Ziel ist es, AI aus der digitalen Welt direkt in die Fabrikhalle zu bringen.
Plattform in verschiedenen Bereichen im Einsatz
Lead-Investoren dieser Runde sind Dell Technologies Capital und Square Peg. Weitere Beteiligungen kommen von Grove Ventures, Meron Capital und Kinetica. Die Plattform von Limitless Labs ist bereits bei Blue Origin, Sandvik und Iscar im produktiven Einsatz.
Seit dem Ausstieg aus dem Stealth-Modus hat Limitless Labs von ersten Pilotprojekten zu vollständigen Produktionsdeployments in Aerospace, Verteidigung, Motorsport und Industriemaschinen skaliert. Die Plattform ist ITAR-konform und auf AWS GovCloud einsetzbar. Damit erfüllt sie die strengen Sicherheitsanforderungen der am stärksten regulierten Industrieumgebungen.
Limitless Labs will Talentlücken schließen
Der CAM-Agent des Startups arbeitet innerhalb von Systemen wie Mastercam, NX und Creo. Außerdem identifiziert die Lösung Features, empfiehlt Werkzeuge, sequenziert Operationen und generiert Werkzeugpfade.
Die Finanzierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Fertigungsindustrie vor einer massiven Talentlücke steht. Fast ein Viertel der US-amerikanischen Fertigungsbelegschaft ist 55 Jahre oder älter. 97 Prozent der Hersteller nennen Wissenserhaltung als ihre größte Sorge.
Mit 409.000 bereits unbesetzten Stellen und einer prognostizierten Lücke von 1,9 Millionen bis 2033 hängt die Programmierung kritischer Aerospace-, Verteidigungs-, Medizin- und Industrieteile weiterhin von manueller Arbeit, Erfahrungswissen und jahrelang erworbenem Fachwissen ab.
AI auf Physik des Metallschneidens trainiert
„Die Fertigungswelt braucht nicht nur mehr Automatisierung, sondern einen besseren Weg, um das Fachwissen zu erfassen und zu skalieren, das noch in den Köpfen einer relativ kleinen Anzahl erfahrener Maschinist:innen steckt“ erklärt David Priev, Co-Founder und CEO von Limitless Labs.
Im Kern der Plattform steht das Physical AI Foundation Model des Startups. Dieses wurde nicht auf Text oder generischem Code trainiert, sondern auf der Physik des Metallschneidens, CAD-Geometrie und den operativen Einschränkungen realer Maschinen.
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Startup plant Vertrieb-Ausbau in USA
„Wir haben Limitless Labs entwickelt, um innerhalb der CAD/CAM-Systeme zu arbeiten, die Hersteller bereits nutzen, und Teams dabei zu helfen, Best Practices zu standardisieren, Programmierengpässe zu reduzieren und Senior-Programmierer zu befreien, damit sie sich auf die schwierigste Arbeit konzentrieren können, ohne die Kontrolle aufzugeben“, so Priev.
Die frischen Mittel fließen in den Aufbau einer dedizierten US-Vertriebsorganisation, die Weiterentwicklung des Physical AI Foundation Model in Richtung geschlossener CNC-Automatisierung und das Wachstum des CAM-Agenten. Das Startup will sein Deep-Tech-Forschungslabor in Tel Aviv ausbauen und die Mitarbeiter:innenzahl in den nächsten zwölf Monaten etwa verdoppeln.
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