




















US-Kriegsschiff »Rafael Peralta« vor Öltanker mit Ziel Iran (am 26. April)
Foto: AFPDie Ölpreise sind infolge der Einigung zwischen den USA und Iran deutlich gefallen (mehr zu dem Deal hier). Der Preis für die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im August fiel um knapp vier Prozent auf rund 84 US-Dollar je Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI mit Lieferung Ende Juli fiel in den USA am Sonntagabend (Ortszeit) ähnlich stark auf gut 81 Dollar pro Fass je 159 Liter.
Nach Beginn des Irankriegs Ende Februar hatte Teheran die Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Drohungen und Angriffen weitestgehend zum Erliegen gebracht, weshalb die Energiepreise weltweit anstiegen. Die Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Flüssiggas aus den rohstoffreichen Staaten am Persischen Golf.
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Seit der Schließung der Meerenge, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung fließt, fehlen dem Weltmarkt Millionen Barrel Öl und Gas.
Eine sofortige Entspannung bei der Energieversorgung ist aber nicht zu erwarten. Die Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.
Erste Auswirkungen hatte die Einigung in der deutschen Nacht auf Montag auch die Märkte in Fernost. Die Leitindizes der Börsen in Japan und Südkorea stiegen nach der Einigung zwischen den USA und Iran deutlich. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte eine halbe Stunde nach Handelsstart (Ortszeit 9.30 Uhr) um 4,6 Prozent zu, der südkoreanische Kospi stieg zum selben Zeitpunkt um 5,8 Prozent.
Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social verkündet, das Abkommen mit Iran sei nun abgeschlossen. Er kündigte außerdem an, die Straße von Hormus für die Schifffahrt freizugeben und die US-Seeblockade mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Wörtlich schrieb Trump, Schiffe weltweit könnten »ihre Motoren starten«. Und: »Lasst das Öl fließen!« Ganz so schnell geht es nun nicht.
Trotzdem ist die Erleichterung international groß. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien erklärten, sie seien »entschlossen«, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch »eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen«, erklärten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Mit dem Abkommen öffne sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren, heißt es weiter. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigen auch, dass Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.
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