































Sean Penn, 65, liebt offenbar Herausforderungen. Mit seiner Produktionsfirma Projected Picture Works will der Regisseur und Schauspieler einen Film über das Leben eines Polizisten drehen, der den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 miterlebte. Das berichten die US-Branchenportale »Deadline« und »Hollywood Reporter«. Penn will demnach auch das Drehbuch schreiben. Bradley Cooper (51, »American Sniper«, »A Star is Born«) soll die Hauptrolle spielen. Der Drehstart für den noch titellosen Film sei für Mitte 2027 geplant.
Laut »Deadline« soll das Biopic die frühen Lebensjahre eines Polizisten behandeln, der in den Kapitol-Sturm hineingezogen wurde. Obwohl vorerst offen bleibt, auf welche Seite sich der Polizist an diesem geschichtsträchtigen Tag geschlagen hat, deutet vieles darauf hin, dass er zu den Verteidigern zählte.
Bei der Kapitol-Attacke in Washington hatten Anhänger des bereits abgewählten, aber noch amtsführenden Präsidenten Donald Trump gewaltsam das US-Parlamentsgebäude gestürmt, weil sie die Wahlniederlage des Republikaners gegen den Demokraten Joe Biden nicht akzeptieren wollten. Trump hatte sie zuvor angestachelt – und stellt den verheerenden Dammbruch von damals bis heute als mutige Tat patriotischer Amerikaner dar. Während des Angriffs und in den Stunden danach kamen mehrere Menschen ums Leben. Zahlreiche Sicherheitsbeamte wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
Der dreifache Oscarpreisträger Penn ist ein lautstarker Kritiker von US-Präsident Donald Trump. Während der Untersuchungen zum Kapitol-Sturm besuchte er eine der öffentlichen Anhörungen und soll sie an der Seite von Einsatzkräften verfolgt haben, die den Regierungssitz damals gegen den anstürmenden Mob verteidigten. Laut dem Branchenportal »Deadline« soll er sich dabei auch länger mit Michael Fanone unterhalten haben, einer der zentralen Figuren an jenem Tag.
Fanone, früher selbst Anhänger von Donald Trump, wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Im Oktober 2022 veröffentlichte er sein Buch »Hold the Line«. Darin zeichnet er die Ereignisse des 6. Januar 2021 nach und beschreibt, wie er in seiner Kindheit und Jugend geprägt wurde und wie es ihn zu seinem Beruf als Polizist führte. Ob Fanone als Vorbild für Penns Hauptfigur dient, ist bislang allerdings nicht bestätigt.
Noch ist zudem unklar, ob das Projekt überhaupt realisiert wird. Es ist an Warner Bros. gebunden. Das Hollywood-Urgestein soll vom Konkurrenten Paramount Skydance übernommen werden. Mitte Juni hatte das US-Justizministerium der Mega-Fusion zugestimmt.
Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump gilt. Im April richtete er ein Abendessen für die Trumps aus und war beim UFC-Kampf zum Geburtstag des Präsidenten zugegen. Paramount Plus übertrug das Spektakel.
Andererseits scheute sich Warner Bros. auch nicht, den letzten großen Film zu veröffentlichen, an dem Penn mitwirkte: »One Battle after Another«. Das Werk gilt als Generalabrechnung mit Trumps Migrationspolitik.
Penn inszenierte als Regisseur schon mehrere Filme wie »Indian Runner« (1991), »Das Versprechen« (2001), »Into the Wild« (2007) und »Flag Day« (2021). Im März wurde er für seine Nebenrolle in »One Battle After Another« mit einem Oscar ausgezeichnet. Zuvor hatte er bereits zwei Oscars als bester Hauptdarsteller für die Filme »Mystic River« und »Milk« gewonnen.
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