






















Der US-Impfstoffhersteller Moderna zeigt Interesse an mehreren Produktionsstandorten seines deutschen Konkurrenten Biontech. Unternehmenschef Stéphance Bancel sagte dem »Handelsblatt«, man könne sich vorstellen, Werke zu übernehmen, die der deutsche Pharmakonzern schließen wolle.
»Wenn wir die richtige Partnerschaft mit der deutschen Bundesregierung finden würden, wären diese Anlagen eine interessante Option – im Vergleich zu einem Neubau«, erläuterte Bancel demnach. Auf die Frage, ob Moderna Mitarbeiter des Mainzer Biotechnologieunternehmens übernehmen würde, die durch Werkschließungen betroffen sind, sagte er laut dem Bericht: »Wenn wir in ein Werk investieren würden – ganz sicher.«
Allerdings stellt das US-Unternehmen auch Bedingungen für neue Investitionen in Deutschland. Nötig seien bessere Rahmenbedingungen und eine klare politische Strategie, so Bancel laut dem Bericht. »Es ist kein Zufall, dass ich aktuell in Berlin bin. Ich möchte wirklich investieren«, sagte der US-Pharmamanager. »Wir führen derzeit Gespräche mit der Regierung über eine langfristige Partnerschaft, wie wir sie im Vereinigten Königreich und in Kanada eingegangen sind.«
Sollte es zu keiner Einigung kommen, sei man auch offen für Gespräche mit anderen Regierungen in Europa. Deutschland sei attraktiv für Moderna, müsse aber Stabilität bei Arzneipreisen und Mengen ermöglichen, so Bancel weiter. »Wenn die Spielregeln mitten im Spiel geändert werden, ist es sehr, sehr schwer mitzuspielen.«
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