




















Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage in Kyjiw (am 15. Juni)
Foto: Valentyn Ogirenko / REUTERSBei einem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw sind nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen verletzt worden. Wie der Leiter der Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mitteilt, geriet durch den Angriff das als historisches Wahrzeichen geltende Kyjiwer Höhlenkloster nach einem direkten Treffer in Brand.
»Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters«, schrieb Tkatschenko bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf dem Klostergelände. Zudem stehe ein Hochhaus in Flammen, hieß es von den Behörden.
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Aus der Region Charkiw gibt es ebenfalls Meldungen über Angriffe mit mehreren Todesopfern durch russischen Beschuss.
Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge waren 140.000 Einwohner in der Hauptstadt nach Beschädigungen an Oberleitungen zeitweise ohne Strom. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnte vor anhaltenden Drohnenangriffen.
Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe ließ Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem würden bodengestützte Flugabwehrsystem und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilten die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.
Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will am Rande des G7-Treffens im französischen Evian mit US-Präsident Donald Trump über die russische Invasion und die Bemühungen um ein Ende des Krieges sprechen. In einem Telefonat mit Trump am Sonntag, in dem er diesem zu seinem 80. Geburtstag gratulierte, habe er »über Maßnahmen gesprochen, die jetzt zum Frieden beitragen könnten«, erklärte Selenskyj in Onlinediensten.
»Ich habe den Präsidenten über die jüngsten Entwicklungen an der Front informiert und darüber, wie sich unsere Position gefestigt hat«, führte er aus. »Wir haben vereinbart, dass wir uns bei unserem Treffen beim G7-Gipfel weiter darüber austauschen werden.« Kyjiw habe »ein paar gute Ideen, die dazu beitragen könnten, Frieden zu schaffen und Menschenleben zu schützen«, so Selenskyj weiter.
Die von den USA vermittelten Gespräche zur Beendigung des Ukrainekriegs sind durch den Irankrieg in den Hintergrund geraten. Derzeit gibt es immer wieder Rückschläge für die russischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld.
Die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Mitgliedstaaten werden am Montag in Evian zu Beratungen über die großen internationalen Krisen erwartet. Bei dem Gipfeltreffen geht es unter anderem um den Abbau globaler Ungleichgewichte, den Schutz Minderjähriger im digitalen Raum und um Lieferketten für seltene Erden.
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