Das Wiener Mobility-Startup kW-Solutions hat seine Plattform „Charge with Friends“ gelauncht. Ziel ist es, Logistikunternehmen miteinander zu vernetzen und die gemeinsame Nutzung von Ladeinfrastruktur für E-Lkw zu ermöglichen. Erste E-Lkw laden bereits über die Plattform an den Standorten anderer Transportunternehmen.
Charge with Friends soll ganz Österreich abdecken
Laut kW-Solutions resultierten aus der Nutzung der Plattform bereits Ersparnisse von bis zu netto 20 Cent pro Kilowattstunde. Mit Ende Juni sollen bereits rund zehn Standorte online sein. Bis Ende des Jahres soll Charge with Friends ganz Österreich abdecken.
Die Idee hinter der Plattform ist im Grunde einfach: Viele Unternehmen investieren hohe Summen in leistungsfähige Ladeinfrastruktur, die sie jedoch oftmals nicht ideal auslasten. Gleichzeitig ist das öffentliche Laden mit netto 50 ct/kWh und mehr für die Transportwirtschaft nicht wirtschaftlich. Charge with Friends soll Angebot und Nachfrage zusammenbringen.
Digitaler Marktplatz für Teilen von Ladepunkten
Mit der Plattform will kW-Solutions einen digitalen Marktplatz für das Teilen von Ladepunkten innerhalb der Logistikbranche schaffen. Dabei sollen die Preise mit netto 30 bis 40 ct/kWh besonders attraktiv sein.
Von der ersten Idee bis zum produktiven Betrieb vergingen nur wenige Wochen. CEO Korbinian Kasinger erklärt: „Wir wollen die wichtigste Plattform für das Teilen von Depot-Ladeinfrastruktur innerhalb Österreichs, des DACH-Raums sowie Europa werden. Dafür laden wir alle Transportunternehmen mit E-Ladeinfrastruktur ein, Teil des Netzwerkes zu werden.“
REPS: Österreichisches Startup sichert sich 23,6 Millionen Dollar, macht Straßen zu Kraftwerken
kW-Solutions will Betriebssysteme niederschwellig anbinden
Jeder Depotstandort soll sich unabhängig von der eingesetzten Infrastruktur oder Software in das Netzwerk integrieren lassen. „Solche Projekte scheitern oftmals an mangelnder Interoperabilität zwischen den Systemen. Mit dem von uns entwickelten Proxy können wir jedwedes Betriebssystem niederschwellig anbinden“, meint Kasinger.
Der Anstoß zu Charge with Friends entstand direkt aus der Praxis. „Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir das Anforderungsprofil identifiziert. Jetzt liegt es an uns, das Produkt und somit ein günstiges halböffentliches Laden in die Breite zu bringen“, so der Geschäftsführer abschließend.
Aus Datenschutz-Gründen ist dieser Inhalt ausgeblendet. Die Einbettung von externen Inhalten kann in den Datenschutz-Einstellungen aktiviert werden:



























