






















»Wir haben keine hinreichenden Belege dafür gefunden, dass das Gesetz bereits nennenswerte Auswirkungen auf die Nutzung sozialer Medien bei Jugendlichen unter 16 Jahren hatte«, heißt es in der von in Australien ansässigen Forschern vorgenommenen und am Donnerstag im renommierten »British Medical Journal« veröffentlichten Studie. Immerhin stellen die Forscher in Aussicht, dass sich möglicherweise bei der nächsten Generation von Nutzern ein größerer Effekt einstellen könnte.
Die Forscher befragten für ihre Studie zunächst mehr als 400 junge Social-Media-Nutzer unmittelbar vor Inkrafttreten der Beschränkungen. Drei Monate später dann wurden diese Heranwachsenden erneut zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Bei den 12- bis 13-Jährigen gab es der Studie zufolge kaum Veränderungen bei der Nutzung der Plattformen, bei der Altersgruppe der 14- bis 15-Jährigen einen leichten Rückgang und bei den Nutzern ab 16 Jahren einen Anstieg.
Als Knackpunkt gilt weiter die Alterskontrolle. Laut der Studie hatten zwei Drittel der Befragten angegeben, dass sie eine solche zwar durchlaufen mussten. Allerdings wurden nur fünf Prozent der 12- und 13-Jährigen und elf Prozent der 14- und 15-Jährigen aufgefordert, ein entsprechendes Dokument mit Foto vorzuweisen.
Zudem gibt es offenbar genug Wege, den Bann anderweitig zu umgehen. So verwendeten zwischen 15 und 19 Prozent der Befragten ein ausgedachtes Profil, drei Prozent behalfen sich mit einem VPN-Zugang.
Australien war mit seinem im Dezember vergangenen Jahres in Kraft getretenen Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige weltweiter Vorreiter. Seitdem erließen mehrere weitere Länder ähnliche Vorschriften.
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