

























Collabora hat seine webbasierte Office-Suite Collabora Online in der Entwicklerversion CODE auf Version 26.04 aktualisiert. Die wichtigsten Neuerungen: KI-Funktionen in Writer, Calc und Impress, Markdown-Import und -Export, ausgebaute Werkzeuge für Dokumentenprüfung und Kollaboration sowie Verbesserungen bei der Tabellenkalkulation, der Barrierefreiheit und der Microsoft-Office-Kompatibilität.
CODE (Collabora Online Development Edition) ist die frei verfügbare Variante von Collabora Online. Sie dient auch als Testfeld für neue Funktionen, die nach einer Reifephase in die kommerziell unterstützte Produktversion Collabora Online (COOL) einfließen.
Ein Schwerpunkt von CODE 26.04 liegt auf KI. In Writer hilft die Software beim Verfassen, Überarbeiten und Umformulieren von Texten. Calc bekommt Funktionen, die Tabellen und Formeln analysieren und etwa bei der Fehlersuche unterstützen. In Impress lassen sich längere Texte zusammenfassen oder in Stichpunkte für Folien umwandeln. Collabora sieht die Funktionen vor allem als Hilfe bei alltäglichen Büroaufgaben vor.
Writer erhält zudem umfangreiche Werkzeuge für die Dokumentenprüfung. Die Software vergleicht zwei Versionen eines Dokuments und hebt Änderungen an Texten, Bildern und Tabellen hervor. Dabei zeigt sie auch an, wer wann etwas geändert hat. Hinzu kommen eine überarbeitete Oberfläche für Kommentare und Änderungsverfolgung, eine Suche im Dokumentnavigator und eine Zwei-Seiten-Ansicht für lange Dokumente.
Für Entwickler und technische Redaktionen ist die neue Markdown-Unterstützung interessant. Dokumente lassen sich nun im Markdown-Format importieren und exportieren. Dabei kann die Software Vorlagen nutzen, um Markdown-Inhalte automatisch in formatierte Dokumente zu überführen. Hinzu kommt eine neue JSON-basierte API für CSV-Konvertierungen, die sich an Integratoren und Automatisierungsprojekte richtet.
Auch die Tabellenkalkulation Calc bekommt mehrere neue Funktionen. Jeder Nutzer kann ein Tabellenblatt individuell ansehen, ohne die Filter und Einstellungen der anderen Bearbeiter zu verändern. So lassen sich verschiedene Auswertungen parallel in derselben Datei erstellen. Neu sind außerdem berechnete Felder in Pivot-Tabellen: Kennzahlen wie Margen oder Differenzen entstehen damit direkt in der Auswertung, ohne dass Anwender zusätzliche Hilfsspalten anlegen müssen.
Ferner ergänzt Collabora mehrere aus Microsoft Excel bekannte Formeln: CHOOSECOLS, CHOOSEROWS, TEXTAFTER, TEXTBEFORE, TEXTSPLIT, HSTACK, VSTACK, DROP, EXPAND, TAKE, TOCOL, TOROW, WRAPCOLS und WRAPROWS. Sie sollen die Datenanalyse erleichtern und die Kompatibilität mit XLSX-Dateien verbessern.
Im Präsentationsmodul Impress führt Collabora eine Funktion ein, mit der das Publikum einer laufenden Präsentation automatisch dem Vortragenden folgt. Wer will, kann trotzdem selbst durch die Folien blättern, ohne die Ansicht der anderen zu stören. Neu sind außerdem Folienabschnitte, mit denen sich größere Präsentationen gliedern lassen, sowie die Unterstützung unterschiedlicher Foliengrößen in einer Datei.
Weitere Änderungen betreffen die Barrierefreiheit und die Bedienoberfläche. Hierzu gehören Verbesserungen bei der Screenreader-Unterstützung und der Tastaturnavigation sowie zusätzliche automatische Tests, die Probleme bei der Barrierefreiheit früh aufdecken sollen. Einstellungen können Anwender künftig direkt im Editor vornehmen, und Dokumente lassen sich standardmäßig im Lesemodus öffnen. Auch die Darstellung von PDF-Dateien und die Auswahl von Schriftarten hat Collabora verbessert.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Interoperabilität mit Microsoft Office. Collabora nennt zahlreiche Verbesserungen beim Umgang mit DOCX-, XLSX- und PPTX-Dateien. Abgesichert haben die Entwickler die Änderungen nach eigenen Angaben mit umfangreichen automatischen Tests, die auf Hunderttausenden Dokumenten beruhen. Alle Details zu den Neuerungen führt die Ankündigung von CODE 26.04 auf.
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(fo)
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