Das Darmstädter Laserfusions-Startup Focused Energy hat 240 Millionen US-Dollar in einer Series A-Runde eingesammelt. Es handelt sich laut der Jungfirma hierbei um die bislang größte vollständig gesicherte Series A-Finanzierung in der globalen Fusionsbranche.
Wertvollstes Fusionsunternehmen Europas
Die überzeichnete Runde bringt strategische und finanzstarke Investoren aus Deutschland, Europa, Asien und der Golfregion zusammen. Neben RWE steigen die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND, der European Innovation Council Fund, die Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, Futury Capital sowie der bisherige Lead-Investor Prime Movers Lab aus den USA ein.
Mit der Runde steigt Focused Energy nach eigenen Angaben zum wertvollsten Fusionsunternehmen Europas auf.
Focused Energy setzt auf Laserfusion
CEO Thomas Forner erklärt: „Die Fusionsenergie tritt damit in Deutschland und Europa in eine neue Ära ein. Es geht jetzt darum, wie wir unsere wissenschaftliche Exzellenz und industrielle Stärke, in der von der Hightech-Agenda priorisierten Fusionstechnologie wirksam in industrielle Wertschöpfung überführen.“
Focused Energy setzt auf Laserfusion, den bislang einzigen Ansatz in der Kernfusion, bei dem ein wissenschaftlich belegter Nettoenergiegewinn nachweisbar war. Das Startup ist vor vier Jahren an den Start gegangen und will sich als weltweit führendes Laserfusionsunternehmen positionieren.
Deutschland hofft auf Spitzenrolle in Kernfusion
Das frische Kapital fließt fast vollständig nach Biblis in Hessen, wo RWE das ehemalige Kernkraftwerksgelände für die Laserfusion zur Verfügung stellt. Der Standort verfügt bereits über die notwendige Infrastruktur, einen Netzanschluss sowie kerntechnisches Know-how.
„Dank seiner exzellenten Forschungslandschaft und innovativer Startups wie Focused Energy – einem der führenden Unternehmen im Bereich Laserfusion – ist Deutschland gut positioniert, global eine Spitzenrolle in der Kernfusion einzunehmen“, so RWE-CEO Markus Krebber.
RWE bringt neben Kapital auch genehmigungsrechtliche Expertise ein. Focused Energy investiert gezielt in die Weiterentwicklung der Technologie und den systematischen Aufbau belastbarer Lieferketten innerhalb des europäischen Fusionsindustrie-Ökosystems.
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Startup mit deutschem Fokus neu aufgestellt
Das Startup hat seine Struktur neu aufgestellt und sich von einem amerikanisch-deutschen zu einem deutsch-amerikanischen Unternehmen gewandelt. Mit der Gründung einer deutschen Dachgesellschaft setzt Focused Energy langfristig auf Europa mit klarem Fokus auf Deutschland. Die neue Struktur soll zusätzliche Rechtssicherheit für Investoren sowie für Investitionen in Biblis schaffen.
Die Finanzierungsrunde erhält Rückenwind aus Politik und Institutionen. SPRIND-Direktor Rafael Laguna de la Vera bezeichnet das Projekt als wegweisend. „Der Bau des ersten kommerziellen Fusionsreaktors ist die wichtigste Moonshot-Mission des 21. Jahrhunderts.“
Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hebt hervor: „Die Höhe der Investitionen ist ein starkes Signal und ein klarer Vertrauensbeweis in unseren Standort.“
Mitgründer Markus Roth macht klar, worauf es jetzt ankommt: „Jetzt zählt Geschwindigkeit auf dem Weg zum ersten Fusionskraftwerk in Deutschland.“ In der Laserfusion sei Deutschland bestens aufgestellt, da die deutsche Optoelektronik-Industrie Weltklasse sei. Wer jetzt skaliere, könne die globalen technologischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Standards setzen.
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