Forschung und Herstellung im All schneller ermöglichen als je zuvor: Das will das Wiener SpaceTech-Startup Tumbleweed erreichen. Das Jungunternehmen will Kund:innen fünfmal schneller ins All bringen als der Rest der Branche. Tumbleweed hat nun seine erste Satellitenmission, „Oasis Alpha“, an Exolaunch übergeben. Der Berliner Startdienstleister hat bereits über 790 Satelliten-Transporte erfolgreich abgewickelt.
Tumbleweed reduziert Komplexität und Papierkram
Oasis Alpha ist laut dem Startup Österreichs erste rein kommerzielle Satellitenmission. Entwickelt hat sie von ein 15-köpfigen Expert:innenteam in Wien und Delft (Niederlande). Ihr Ziel ist es, Forschung in der Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) zu ermöglichen. Somit können Wissenschaftler:innen neue Medikamente entwickeln, reinere Kristalle züchten oder Materialien testen, die sich auf der Erde so nicht herstellen lassen.
„Wenn das Weltall eine Plattform für die Produktion werden soll, muss es sich auch im Tempo der Industrie bewegen“, sagt Julian Rothenbuchner, CEO von Tumbleweed. Ihm zufolge hat die Jungfirma die technische Komplexität und den Papierkram beseitigt, die den Weg in die Schwerelosigkeit normalerweise massiv ausbremsen.
„Pods“ als Transportmittel für Experimente
Tumbleweed hat dafür eigene, standardisierte Behälter namens „Pods“ gebaut. Diese funktionieren wie Transportboxen, die speziell auf den Weltraum bestimmt sind. Unternehmen setzen ihre Experimente einfach in einen solchen Pod ein, ohne dafür Wissen über Raumfahrttechnik zu benötigen. Tumbleweed übernimmt die gesamte technische Integration und den bürokratischen Aufwand. Für Kund:innen sich der Gesamtaufwand dadurch um das Siebenfache im Vergleich zu einer klassischen, selbst organisierten Weltraummission reduzieren.
„Unser Ziel ist es, den Weg in die Schwerelosigkeit so einfach zu machen wie den Paketversand auf der Erde“, sagt Guillaume Brault, CTO von Tumbleweed.“Dass wir Oasis Alpha in unter neun Monaten gebaut haben, beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
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Nachfolgemission „Oasis Beta“ bereits geplant
Die erste Mission ist bereits komplett ausgebucht. Mit an Bord sind vier internationale Kunden aus der Pharma-, Biotech- und Materialforschung. Dazu zählen die Delft University of Technology (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), The Spring Institute for Forests on the Moon und MassBalance. Während Oasis Alpha für den Start vorbereitet wird, nimmt Tumbleweed bereits Buchungen für die Nachfolgemission „Oasis Beta“ entgegen.
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