Der Actionkamera-Hersteller GoPro steht vor der Insolvenz. Das kalifornische Unternehmen hat Anleger offiziell gewarnt, dass Zweifel am Fortbestand der Firma bestehen, berichtet das Manager Magazin. Diese verpflichtende Mitteilung signalisiert massive finanzielle Schwierigkeiten. GoPro sucht bereits nach zusätzlicher Finanzierung oder Vereinbarungen mit Geldgebern, um eine Zahlungsunfähigkeit abzuwenden.
Speicherchip-Preise explodieren wegen AI-Boom
Hauptgrund für die Krise sind explodierende Speicherchip-Preise. Die Kosten für Halbleiter-Komponenten haben sich für GoPro teilweise mehr als verdoppelt. Der beschleunigte Aufbau riesiger Rechenzentren für künstliche Intelligenz treibt die Preise für Speicherchips drastisch in die Höhe. Es handelt sich hierbei um einen Effekt, den auch andere Elektronikkonzerne zu spüren bekommen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Quartal brach der GoPro-Umsatz um 26 Prozent ein. Die liquiden Mittel des Unternehmens schrumpften auf nur noch 50 Millionen Dollar. Bereits 2025 fiel der Jahresumsatz auf 651,5 Millionen Dollar, was zu einem Nettoverlust von 83,3 Millionen Dollar führte.
GoPro baut ein Viertel der Belegschaft ab
Um die Insolvenz abzuwenden, hat GoPro umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet. Das Unternehmen verkauft Vermögenswerte und baut 23 Prozent der Belegschaft ab. Gleichzeitig prüft das Management strategische Optionen wie eine Fusion oder einen kompletten Verkauf. Neue Geschäftsfelder im Regierungs- und Luftfahrtsektor sollen zusätzliche Einnahmequellen erschließen.
GoPro gilt als Pionier im Geschäft mit Action-Kameras für Sportler:innen. Die robusten Kameras werden von Snowboarder:innen, Surfer:innen und Radfahrer:innen weltweit genutzt. Vor wenigen Wochen schoss die Crew der Artemis II ihre spektakulären Bilder von Mond und Erde mit einer GoPro. Technologisch steht die Marke nach wie vor für Qualität.
Doch die Konkurrenz hat massiv zugelegt. In den vergangenen Jahren drängten zahlreiche Wettbewerber auf den Markt und setzten GoPro unter Druck. Die Kombination aus zunehmendem Wettbewerb, schwacher Nachfrage und nun explodierenden Produktionskosten bringt die einstige Kultmarke in eine existenzbedrohende Lage.
Aus Datenschutz-Gründen ist dieser Inhalt ausgeblendet. Die Einbettung von externen Inhalten kann in den Datenschutz-Einstellungen aktiviert werden:




















