























Das Pariser SaaS-Startup Pivot hat in einer überzeichneten Series-B-Runde 40 Millionen Dollar eingesammelt. Das Unternehmen entwickelt ein KI-basiertes Betriebssystem für Enterprise-Procurement und Finance Operations. Die Plattform deckt den gesamten Procurement-Lifecycle ab – von Sourcing und Freigaben über Einkauf und Rechnungsstellung bis zur Zahlungsabwicklung und zum Reporting.
Pivot ist mittlerweile in über 25 Ländern aktiv und hat Enterprise-Kunden wie DoorDash, Lemonade und Flix. Insgesamt verarbeitet das Unternehmen jährlich Rechnungen im Volumen von rund 3 Milliarden Dollar. Das neu eingesammelte Kapital soll in die Weiterentwicklung der Agentic-AI-Funktionen, die Expansion in neue Enterprise-Märkte sowie in tiefere Integrationen mit ERP- und Finanzsystemen fließen.
Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde von Forestay Capital und Notion Capital angeführt. Auch Greyhound sowie bestehende Geldgeber wie Hedosophia, Visionaries Club und Emblem beteiligten sich. Insgesamt kommt das 2023 gegründete Unternehmen damit auf ein Funding-Volumen von 70 Millionen Dollar.
In vielen Unternehmen zählt Procurement weiterhin zu den am wenigsten automatisierten Funktionen. Ausgabenverpflichtungen werden häufig über fragmentierte Systeme, E-Mail-Verläufe, Tabellenkalkulationen und manuelle Freigabeprozesse gesteuert. Für Finance-Teams entsteht Transparenz oft erst, wenn Verpflichtungen bereits eingegangen sind.
Dies kann sich auf Monats- und Jahresabschlüsse sowie das Forecasting auswirken und führt häufig zu zusätzlichem Abstimmungsaufwand. Etablierte Procurement-Plattformen adressieren diese Herausforderungen seit Jahren, sind jedoch oft mit komplexen Implementierungen, administrativem Aufwand und wenig flexiblen Systemarchitekturen verbunden. Neuere Intake- und Orchestrierungs-Tools verbessern vor allem die Nutzeroberfläche, während Fragen der Datenarchitektur und ERP-Integration teilweise bestehen bleiben.
Pivot versteht sich als zentrale Enterprise-Plattform für Procurement und sorgt dafür, dass Unternehmen jederzeit in Echtzeit sehen, welche Ausgaben bereits verbindlich eingegangen sind – bevor sie sich im Finanzabschluss niederschlagen.
Pivots Plattform kombiniert agentenbasierte Workflow-Konfigurationen mit Echtzeit-Integrationen zu zahlreichen ERP-Systemen und unterstützt komplexe Multi-Entity-Strukturen. Die Architektur ergänzt bestehende ERP-Systeme, ohne deren Integrität zu verändern, und verschafft Procurement- und Finance-Teams gleichzeitig Echtzeit-Einblick in gebundene Ausgaben, bevor daraus finanzielle Risiken entstehen.
„Finance- und Procurement-Führungskräfte sagen uns alle das Gleiche: Sie brauchen keine weitere Workflow-Ebene. Sie müssen wissen, wozu sich das Unternehmen verpflichtet auszugeben, bevor es beim Abschluss zum Problem wird. Pivot gibt Unternehmen diese Transparenz, verstärkt durch Agentic AI, die den manuellen Aufwand von einer menschlichen Belastung zu einer maschinellen Belastung verschiebt“, sagt Marc-Antoine Lacroix, Co-Founder von Pivot.
Investoren wetten darauf, dass Pivot eine Kategorie neu definiert, die Legacy-Anbieter nicht modernisieren konnten. „Procurement ist eine der letzten großen Enterprise-Funktionen, die noch darauf warten, für das AI-Zeitalter neu aufgebaut zu werden. Die Kategorie wird von Legacy-Lösungen dominiert, die auf umständliche manuelle Prozesse setzen. Den Data Layer End-to-End zu besitzen, ist das, was Agentic AI erlaubt, innerhalb des Procurement-Workflows mit vollständigem Kontext zu operieren. Was Pivot tut, ist bahnbrechend“, so Jessica Thomas, Partner bei Notion Capital. Mit der Series B will das Startup seine Position in komplexen Enterprise-Umgebungen ausbauen und die nächste Generation von Procurement-Software für das KI-Zeitalter etablieren.
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