























Der ChatGPT-Entwickler OpenAI schränkt auf Forderung der US-Regierung den Zugang zu seinem neuesten KI-Modell ein. Zugriff auf die Vorschau-Version von Modellen der GPT-5.6-Reihe bekomme nur eine abgestimmte kleine Gruppe von Partnern, denen man vertraue, teilte OpenAI mit. Die eingeschränkte Veröffentlichung sei von der Regierung verlangt worden.
Die Freigaben seien zunächst nur in den USA erteilt worden, hieß es von OpenAI. Man arbeite daran, auch Partnern aus anderen Ländern Zugang zu geben, dies könne bereits kommende Woche passieren.
OpenAI schränkte zugleich ein, man glaube nicht, dass solche Zugangskontrollen der Behörden langfristig zur Norm werden sollen. Derzeit sehe man das Einverständnis damit als besten Weg, um in den kommenden Wochen den Zugang zu erweitern.
Diese Feststellung kann man als Hinweis auf Probleme des Rivalen Anthropic verstehen. Die Firma hatte ihr neues leistungsstärkstes Modell zunächst veröffentlicht – und musste es dann wenige Tage später auf Forderung der US-Regierung wieder zurückziehen. Mittlerweile dürfen bestimmte Kunden das Modell jedoch nutzen.
Auslöser des Verbots waren Warnungen, dass Vorkehrungen gegen einen Missbrauch der Software möglicherweise ausgehebelt werden könnten. Das neue KI-Modell von Anthropic ist besonders gut darin, Schwachstellen in Software zu finden. Das macht Programme sicherer – in den falschen Händen könnte eine solche KI aber als Cyberwaffe eingesetzt werden – mehr dazu hier . Anthropic blockiert die entsprechenden Fähigkeiten in der öffentlich verfügbaren Version. Die US-Regierung forderte aber, dass nur amerikanische Firmen und Personen Zugang zu dem KI-Modell haben dürften.
Beim neuen OpenAI-Modell GPT-5.6 kann die leistungsstärkste Variante mit dem Namen Sol der Firma zufolge eigenständig Aufgaben beim Programmieren sowie in Biologie und Cybersicherheit ausführen. Man habe Schutzvorkehrungen gegen einen Missbrauch getroffen, betonte OpenAI. Zugleich könne man bei Bewertungen nicht jede mehrstufige Attacke berücksichtigen, warnte das Unternehmen.
Nach einer zweiwöchigen Sperre hat die US-Regierung Anthropic die Weitergabe seines leistungsstarken Modells KI-Modells an ausgewählte Unternehmen wieder erlaubt. Das Modell »Claude Mythos 5« dürfe einigen »vertrauenswürdigen Partnern« ohne Exportlizenz zur Verfügung gestellt werden, hieß es in einem Schreiben von US-Handelsminister Howard Lutnick vom Freitag, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Einem Insider zufolge haben inzwischen mehr als 100 Unternehmen und Institutionen Zugang zu der Software, darunter viele der 500 umsatzstärksten US-Konzerne. Anthropic und das Präsidialamt in Washington lehnten eine Stellungnahme zunächst ab.
Die Regierung hatte Anthropic vor zwei Wochen angewiesen, den Zugang zu einigen Modellen zu sperren. Anthropic hatte daraufhin seine fortschrittlichsten Modelle »Mythos 5« und »Fable 5« für alle Nutzer blockiert. Seitdem habe das Unternehmen mit der Regierung zusammengearbeitet, um Risiken auszuräumen, erklärte Lutnick in dem Brief. Für Unternehmen, die nicht auf der Liste der vertrauenswürdigen Partner stehen, gelten die Einschränkungen laut Lutnick weiterhin.
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