

























In diesem erklärte Fernández außerdem, dass sowohl Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine als auch die USA bei ihrer militärischen Mitwirkung im Nahen Osten von einer »Form der Selbstverteidigung« sprächen. In Gaza, im Libanon und in der Ukraine führe der Rückgriff auf ein in Anspruch genommenes Recht auf Präventivschläge zu solchen Rechtfertigungsstrategien. Die kriegerischen Handlungen erschienen wie Anwendungen theologischer Kriterien. Die Lehre der Kirche, so der Kardinal, werde »manipuliert, um ein Fundament für die ungerechtesten Krieg zu liefern; statt Kriege zu beenden, helfe sie, Kriege zu rechtfertigen.« Auch aus diesem Grund müsse die Idee des gerechten Krieges »revidiert und verbessert werden, damit sie nur noch im engsten Sinn verstanden werden könne«. Papst Leo XIV. hatte genau dies in seiner ersten Enzyklika »Magnifica humanitas« gefordert.
Neben Israel, den USA und Russland kritisierte der Glaubenshüter in seiner Rede auch die EU. Ähnlich wie andere »weltweit stark kritisierte politische Führer« sei auch die EU in ihrem Verhalten inkonsequent. So würden verfeindete Länder als antidemokratisch verurteilt und mit Sanktionen belegt. Wenn aber ein verbündetes Land Meinungsfreiheit, Menschenrechte und Demokratie unterdrücke, sehe man darüber hinweg.
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