

























Ketamin wird in der Medizin legal als Narkose- und Schmerzmittel eingesetzt. Es wird aber auch als Rauschmittel genutzt, oft gemischt mit anderen Drogen. Das meiste Ketamin, das auf dem europäischen Drogenmarkt lande, werde zuvor von legalen Produktionskanälen in Indien abgezweigt, heißt es in dem Bericht.
Das UNODC weist darauf hin, dass Ketamin in Deutschland nicht durch das Betäubungsmittelgesetz geregelt wird, sondern durch das weniger strenge Arzneimittelgesetz. Ähnliches gelte auch in einigen anderen europäischen Staaten.
Ketamin-Abhängigkeit ist laut einer Studie der Universität Exeter häufig mit körperlichen Folgen wie Blasenbeschwerden und mit psychischen Folgen verbunden. Gerade bei Mischkonsum mit anderen Drogen sind lebensbedrohliche Zustände wie Atemstillstand oder Bewusstlosigkeit möglich.
»Viele halten Ketamin für eine kontrollierbare Partydroge. Diese Verharmlosung ist gefährlich«, sagte der deutsche Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck. Viele junge Menschen würden erst spät merken, wie ernst die Folgen seien. Präventionsarbeit dürfe aber nicht belehren, sondern müsse früher, klarer und näher an der Realität der jungen Menschen stattfinden, betonte Streeck.
In den vergangenen Jahren hätten der Ketamin-Konsum und die Nachfrage an Behandlungen für Ketamin-Konsumenten in Europa zugenommen, hieß es in dem Uno-Weltdrogenbericht. Parallel sei auch die Zahl der Ketamin-Toten in Deutschland gestiegen. Die Droge wird demnach unter anderem über soziale Medien verkauft und ist billiger als Kokain.
此内容由惯性聚合(RSS阅读器)自动聚合整理,仅供阅读参考。 原文来自 — 版权归原作者所有。