


























Seit 2018 komme es in Thüringen zu einer anhaltenden Massenvermehrung des Eichenprachtkäfers, hieß es von der Landesforstanstalt. Diese ist vor allem auf den zunehmenden Trockenstress der Eichen infolge wiederkehrender Dürre- und Hitzeperioden sowie die dadurch geschwächte Abwehrkraft der Bestände zurückzuführen und hält sich seit 2024 auf einem stabil hohen Niveau. Warmes Wetter beschleunigt die Entwicklung der Larven.
Der wachsende Befall mit Eichenprachtkäfern sei auch in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern zu beobachten, erklärte der Sprecher von Thüringenforst, Horst Sproßmann nach Angaben der Nachirchtenagentur dpa. In der Regel werden die befallenen Eichen eingeschlagen, um eine weitere Verbreitung des Schädlings einzudämmen. »Es gibt kein zugelassenes Insektizid«, so Sproßmann. Die Eiche ist derzeit nach der Buche die zweithäufigste Laubbaumart im Freistaat. Fast acht Prozent aller in Thüringen vorkommenden Bäume sind Eichen.
Die Weibchen der Zweipunkt-Eichenprachtkäfer legen ihre Eier in den Rindenritzen der Eiche. Dort schlüpfen Larven, die sich in den Bast unter der Rinde bohren und ihren Fraß beginnen. Dabei werden die Nährstoffbahnen der Eiche, die von der Wurzel in den Kronenraum reichen, zerstört. Die Eiche stirbt bei starkem Befall deshalb relativ schnell ab. Zu den weiteren Schadinsekten an Eichen zählen unter anderem der Eichenprozessionsspinner, der Schwammspinner und der Grüne Eichenwickler.
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