























Beim Vorrundenspiel zwischen Uruguay und Kap Verde bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada ist es zu einer Kontroverse wegen Fairplay gekommen. Beim Spielstand von 1:0 für den Außenseiter Kap Verde ging Telmo Arcanjo, Mittelfeldspieler bei dem WM-Neuling, wegen eines Muskelkrampfes zu Boden. Der uruguayische Stürmer Federico Viñas verhielt sich zunächst fair und half seinem Gegner, den Krampf rauszudehnen.
Als Viñas jedoch sah, dass für seine Mannschaft gerade ein aussichtsreicher Angriff entstand, ließ er das Bein des Kap-Verde-Spielers einfach fallen und lief schnell mit in den Strafraum. Genau bei diesem Angriff in der 44. Minute fiel das Tor zum 1:1 durch Maxi Araújo. »Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr«, rechtfertigte Viñas hinterher sein Verhalten.
Kap Verdes Trainer Bubista wollte das nicht so stehen lassen. »Ich war verärgert über diese Szene«, sagte er. »Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet.«
Bielsa wurde 2019 mit dem Fair-Play-Preis des Weltverbands Fifa ausgezeichnet. Er hatte seine damalige Mannschaft Leeds United angewiesen, ohne Gegenwehr ein Tor des Gegners Aston Villa zuzulassen. Leeds hatte unmittelbar zuvor getroffen, als ein Villa-Spieler verletzt am Boden lag. Nach dem WM-Spiel in Miami fragte Bubista seinen Trainerkollegen nach eigenen Angaben, warum er diesmal nichts unternahm. Eine Antwort erhielt er offenbar nicht.
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