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DER SPIEGEL - Schlagzeilen

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Wetter in Deutschland: Diese Woche könnte es bis zu 40 Gr...
DER SPIEGEL · 2026-06-22 · via DER SPIEGEL - Schlagzeilen

Auch in den kommenden Tagen gilt: viel trinken, gut abkühlen und Vorsicht in der Sonne. Denn die Sommerhitze hat Deutschland und weite Teile Europas fest im Griff. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, werden im Wochenverlauf verbreitet Werte weit jenseits der 30-Grad-Marke erreicht. In den westlichen und südlichen Landesteilen steigen die Werte demnach bis auf 39 Grad Celsius, am Donnerstag lokal sogar bis auf 40 Grad. Bereits ab Montag herrsche im Südwesten »starke, gebietsweise extreme Wärmebelastung«.

Den Meteorologen zufolge sind bereits zum Wochenauftakt 30 bis 37 Grad zu erwarten, im Norden und Osten ist es mit 23 bis 30 Grad kühler. Am Dienstag werden bei meist weiterhin sonnigem Wetter im Norden 24 bis 30 Grad erwartet, in Richtung Südwesten Temperaturen von bis zu 37 Grad.

Am Mittwoch steigen die Temperaturen laut DWD im Norden auf 27 bis 34 Grad, sonst auf 32 bis 39 Grad. Am Donnerstag werden demnach im Westen und Südwesten dann 35 bis örtlich 40 Grad erreicht. Begleitet wird die Hitze im Süden und Südosten laut Vorhersage auch von kräftigen örtlichen Schauern und Gewittern. Am Montag und Donnerstag sollten diese teils mit lokaler Unwettergefahr einhergehen, etwa durch Starkregen und Hagel.

Meteorologe Fabian Ruhnau vom Portal »Kachelmannwetter«  sprach von einem »Heat Dome«, einer Hitzeglocke, die in der zweiten Wochenhälfte von Frankreich aus nach Deutschland drücke.

Am Starnberger See schützt ein Schirm vor der Sonne

Am Starnberger See schützt ein Schirm vor der Sonne

Foto: Michael Nguyen / NurPhoto / IMAGO

So ist das Wetter in den Urlaubsländern

Spanien

Auch auf der Iberischen Halbinsel ächzt man dieser Tage unter brütender Hitze. Spanien erlebt seit Sonntag die erste offizielle Hitzewelle des Sommers. Die Wetterbehörde AEMET warnt vor hohen Gesundheitsrisiken in weiten Teilen des Landes. Betroffen sind demnach insgesamt 5561 Gemeinden, in denen rund 27 Millionen Menschen leben – etwa 57 Prozent der Bevölkerung.

Während praktisch für die gesamte spanische Mittelmeerküste keine Warnung ausgerufen wurde, galt im Südwesten Mallorcas mit dem bei deutschen Urlaubern beliebten »Ballermann« am Wochenende mit Temperaturen von bis zu 39 Grad Warnstufe Orange. Ein deutscher Urlauber brach am Samstag beim Stadtbummel in Palma zusammen. Der 57-Jährige habe über Atemprobleme geklagt und das Bewusstsein verloren und sei ins Krankenhaus gebracht worden, heißt es in Medienberichten, die von der örtlichen Polizei bestätigt wurden. Ab Montag soll sich die Lage auf der Insel jedoch entspannen.

Fußballfans am »Ballermann« auf Mallorca

Fußballfans am »Ballermann« auf Mallorca

Foto: Clara Margais / dpa

Portugal

Auch in Portugal herrschen dieser Tage aufgrund heißer Luftmassen aus Nordafrika hochsommerliche Bedingungen mit Spitzenwerten von bis zu 37 Grad im Landesinneren. Die Regionen Bragança, Vila Real und Guarda stehen dabei unter besonderer Beobachtung des Wetterdienstes IPMA. An der Küste sollte es mit bis zu circa 30 Grad nicht ganz so heiß werden.

Italien

Die Hitze macht derzeit auch Millionen Italienern zu schaffen. In vielen Teilen des Landes kletterten die Temperaturen auf knapp 40 Grad – damit lagen sie teils bis zu zehn Grad über den typischen Durchschnittswerten für die Jahreszeit. Betroffen sind laut Meteorologen vor allem die Po-Ebene im Norden Italiens, Binnenregionen im Zentrum des Landes sowie die Mittelmeerinsel Sardinien. Die schwüle Witterung soll nach Einschätzung von Experten noch mindestens acht bis zehn Tage anhalten.

Frankreich

Frankreich ist mit Temperaturen um die 40 Grad ebenfalls stark von der Hitzewelle betroffen. Am Montag gilt für rund die Hälfte des Landes – 49 Départements – die Hitze-Warnstufe Rot. Bereits am Sonntag rief der französische Wetterdienst Météo France für 35 Départements die höchste Stufe aus, darunter die Hauptstadt Paris. Für diese besonders betroffenen Gebiete galt während der am Sonntag groß gefeierten »Fête de la musique« ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen, um Rettungsdienste zu entlasten. Mancherorts wurden die Feierlichkeiten zu dem Musikfest gar abgesagt.

Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen noch weiter klettern. Mehr als 800 Schulen sollen deswegen geschlossen bleiben und 1800 Einrichtungen ihre Stundenpläne anpassen, wie der französische Bildungsminister Édouard Geffray laut Medien ankündigte.

Abkühlung für Feiernde bei der »Fête de la musique« in Bordeaux

Abkühlung für Feiernde bei der »Fête de la musique« in Bordeaux

Foto: Romain Perrocheau / AFP

Griechenland

Während große Teile Mitteleuropas unter einer frühen Hitzewelle leiden, erlebt Griechenland einen der angenehmsten Junimonate seit Jahrzehnten. Im Ballungsraum Athen stiegen die Temperaturen seit Monatsbeginn kaum über 32 Grad. Allerdings ist das Feuerrisiko beträchtlich: Durch die Trockenheit und den Wind kann sich selbst ein kleiner Brand binnen Minuten zu einem Großfeuer entwickeln. Am Wochenende kam es zu mehreren kleineren Bränden, die mithilfe von Löschflugzeugen und Hubschraubern rasch unter Kontrolle gebracht wurden. Der Zivilschutz warnt dennoch vor anhaltend hoher Brandgefahr.

Großbritannien

Hitzerekorde könnte es in den kommenden Tagen auch in Großbritannien geben. Der britische Wetterdienst Met Office warnte am Sonntag vor »extremer Hitze« bis mindestens Donnerstag in Teilen von England und Wales. Am Mittwoch und Donnerstag könnten die Temperaturen demnach mancherorts auf bis zu 38 Grad klettern. Laut Met Office ist es damit gut möglich, dass der bisherige Juni-Rekord von 35,6 Grad – gemessen 1976 im englischen Southampton – gebrochen werden könnte. Darüber hinaus wird mit tropischen Nächten gerechnet, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Wie warm ist es aktuell an Ihrer nächstgelegenen Wetterstation? Und wie viel hat der Klimawandel damit zu tun? Der SPIEGEL-Hitzemonitor zeigt es mit laufend aktualisierten Daten.