





















Im Prozess hatten sieben Klägerinnen gegen den Milliardär ausgesagt. Die vorgeworfenen Taten, darunter Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und sexuelle Nötigung, reichten bis ins Jahr 1977 zurück. Schuldig gesprochen wurde er jedoch nur in zwei Punkten: »unsittlicher Übergriff« und sexuelle Nötigung. Drei Vorwürfe einer Klägerin wurden fallen gelassen, weil das Gericht die Aussage der Frau als nicht glaubhaft einstufte. Weitere Anklagepunkte zog die Staatsanwaltschaft mangels Beweisen zurück. Stronach bestritt alle Vorwürfe.
Dort sorgte er mit kuriosen Projekten für Aufsehen: mit einem Freizeitpark, den er mitten in einem Überflutungsgebiet bei Wien errichten wollte, einem Konzept für die österreichische Bundesliga, mit dem er seine Heimat zum Fußball-Weltmeister machen wollte, oder dem Energydrink »Frank’s«, der mit dem Slogan »Keeps you yodeling all night long« dem österreichischen Getränkehersteller Red Bull Konkurrenz machen sollte. Alle Projekte scheiterten früher oder später.
2012 gründete der Milliardär die Partei »Team Stronach«. Im Wahlkampf für den Nationalrat folgten gleich mehrere bizarre Liveauftritte im Fernsehen, wo er etwa Moderatoren beschimpfte oder die Todesstrafe für »Berufsmörder« forderte. Seine Partei löste sich wenige Jahre später wieder auf.
Bereits 2018 hatte Stronach mit einem Rechtsstreit für Schlagzeilen gesorgt. Damals verklagte er seine eigene Tochter, zwei seiner Enkelkinder und seinen ehemaligen Geschäftspartner Alon Ossip vor dem Ontario Superior Court auf mehr als 500 Millionen Dollar, weil sie angeblich das Familienvermögen falsch verwaltet hätten.
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