
























Der sogenannte »Swift«-Satellit war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden. Seitdem untersucht das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium, das nach dem 2017 gestorbenen Chef-Wissenschaftler der Mission auch »Neil Gehrels Swift Observatory« heißt, vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum, sogenannte Gammablitze.
Die Mission sei so erfolgreich, dass das Himmelsobservatorium inzwischen eine »zentrale Rolle in der Nasa-Strategie zur Erforschung von flüchtigen und unvorhersagbaren Veränderungen am Himmel« spiele, hieß es von der US-Raumfahrtbehörde. Deswegen wurde die ursprünglich nur auf rund zwei Jahre angelegte Mission immer weiter verlängert. »Swift«, an dem auch Italien und Großbritannien beteiligt sind, ist den Angaben zufolge generell in gutem Zustand.
Unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden, droht der Satellit nun aber abzustürzen - nach Berechnungen von Wissenschaftlern wahrscheinlich gegen Ende des Sommers. »Für ein generisches Raumschiff wäre es schon in Ordnung aus der Umlaufbahn herauszukommen. Aber das ist nicht irgendein Raumschiff. Es ist ein Observatorium mit einzigartigen Fähigkeiten für die Astrophysik«, sagte Nasa-Manager Shawn Domagal-Goldman bei einer Pressekonferenz. »Also haben wir entschieden: Ja, wir wollen das hier diesmal retten, weil es so besonders ist.«
Wenn alles läuft wie geplant, könnte der derzeit im Energiespar-Modus laufende »Swift«-Satellit ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern - und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge dann möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. »Link« würde nach erfolgreich ausgeführtem Auftrag zurück auf die Erde stürzen und in der Atmosphäre verglühen.
Der Erfolg der Rettungsmission ist aber keinesfalls garantiert. »Das ist alles herausfordernd und riskant«, sagte Kieran Wilson von Katalyst Space bei einer Pressekonferenz. »Selbst viele Raumfahrzeuge, die viel länger und mit viel mehr Geld entwickelt wurden, sind aus banalen Gründen gescheitert.«
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