


























Nach Jahren angespannter Beziehungen: Burkina Faso hat die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich abgebrochen. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Militärjunta warf diese der einstigen Kolonialmacht »unablässigen Aktivismus« gegen die Interessen Burkina Fasos und »neokoloniale Ambitionen« vor, die sich in der »aktiven Unterstützung für subversive Netzwerke und die Terroristen« zeigten, »die unser Land und die Sahelzone in Trauer stürzen«.
Die Junta betonte in ihrer Erklärung, die Entscheidung betreffe »ausschließlich den institutionellen Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten«. Die »historischen, menschlichen, kulturellen und sozialen Verbindungen« zwischen den Menschen in Burkina Faso und Frankreich würden dadurch nicht in Frage gestellt. Zugleich versicherte die Regierung, sie werde den Schutz ausländischer Staatsangehöriger gewährleisten.
Das französische Außenministerium bezeichnete den Schritt der Militärführung in Ouagadougou als »feindselige und unbegründete« Entscheidung. Diese stehe für die »besorgniserregende Entwicklung« der Behörden in Burkina Faso, erklärte das französische Außenministerium. Die gebotenen »Gegenmaßnahmen« würden derzeit geprüft.
Seit dem Putsch von Hauptmann Ibrahim Traoré im September 2022 haben sich die Beziehungen zwischen Ouagadougou und Paris immer weiter verschlechtert.
Burkina Faso hatte bereits 2023 die Abberufung des französischen Botschafters Luc Hallade verlangt, ein Militärabkommen mit Paris aufgekündigt und den Abzug der französischen Armee erreicht, die lange im Kampf gegen Dschihadisten eingesetzt gewesen war. Mehrere überwiegend französische Medien wurden zeitweise oder dauerhaft suspendiert, darunter France 24, TV5 Monde und Radio France Internationale.
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