



















Die Polizei untersagte die Aufführung nach eigenen Angaben unverzüglich. Die Versammlungsleiterin habe dann dafür gesorgt, dass das Theaterstück beendet wurde. »Die Kinder verließen aufgrund der Hitze den Aufzug selbstständig nach einigen Metern«, teilte die Polizei mit.
Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) veröffentlichte am Samstag einen Zusammenschnitt, der Videos und Bilder der Demonstration zeigen soll. Darin sind mindestens drei Kinder in langer, grüner Kleidung zu sehen, mit Seilen zwischen sich. Sie folgen einem Mann, der gelb gekleidet ist. Auch unabhängige Fotografen hielten die Szene fest.
Das JFDA bezeichnete die Demo als islamistisch. Teilnehmer hätten sich zu Ikonen des islamischen Terrorismus bekannt, heißt es. Das Fest werde seit Jahrzehnten von der iranischen Führung politisch instrumentalisiert.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte deutlich, dass Kinder an einer szenischen Darstellung beteiligt waren. »Wir schützen in unserem Rechtsstaat die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Absolut inakzeptabel ist aber die Funktionalisierung und Instrumentalisierung von Kindern auf Versammlungen wie am gestrigen Samstag, um durch emotionale Bilder politische Botschaften zu senden«, sagte Spranger laut einer Mitteilung. Kinder bei extremer Hitze auf Demonstrationen vorzuführen, habe nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, »sondern mit einer Gefährdung des Kindeswohls«.
Auf eine geplante Zwischenkundgebung wurde verzichtet und der Aufzug zwischenzeitlich unterbrochen, um den Teilnehmenden eine Trinkpause im Schatten zu ermöglichen. »Im gesamten Verlauf der Versammlung wurden durch eingesetzte Dolmetscher keine strafbaren Inhalte bei Ausrufen und Redebeiträgen, an mitgeführten Transparenten sowie Fahnen, insbesondere keine IS-Fahnen, festgestellt«, teilte die Polizei mit. Die Versammlung verlief demnach »insgesamt friedlich«.
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