

























Gemini for Home ist in Deutschland als Early-Access-Version verfügbar und kann in der Google-Home-App aktiviert werden. Nach der Umstellung müssen Nutzerinnen und Nutzer sich jedoch umstellen, da einige seit Jahren genutzte Funktionen nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung stehen.
Googles Gemini for Home hat seit dem Start in Deutschland offenbar serverseitige Updates erhalten. Mit einer der letzten Aktualisierungen hat Google etwa die Art und Weise der Nachrichtenbereitstellung verändert. Wenn dem Assistenten bisher der Befehl „Spiele die aktuellen Nachrichten“ gegeben wurde, spielte der Lautsprecher die Nachrichten aus den in der Google Home App unter Home-Einstellungen (gut versteckt) > Sprachassistent von Gemini für Google Home > Medien > Nachrichten voreingestellten Quellen ab.
Das ist nun nicht mehr der Fall. Anstatt die Inhalte der originalen Nachrichtenquelle abzuspielen, bekommen Nutzer auf den vertrauten Befehl lediglich eine von der KI vorgelesene Zusammenfassung der News, deren Inhalt zusätzlich auf dem Smart-Display angezeigt wird. Damit entfällt eine Funktion, die zahlreiche Nutzer seit Jahren als Informationsquelle verwenden.
In der Google Home lassen sich Nachrichtenquellen verwalten, jedoch lassen sie sich unter Gemini for Home nicht wie gewohnt abspielen.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Das Kuriose daran ist, dass in den entsprechenden Einstellungen in der Home-App weiterhin steht: „Bei allgemeinen Nachrichten, wenn du z. B. ‚die Nachrichten wiedergeben‘ sagst, gibt dein Sprachassistent nur Nachrichten aus diesen ausgewählten Quellen in der von dir festgelegten Reihenfolge wieder.“ Was die Nutzer aber stattdessen vorgesetzt bekommen, ist die KI-generierte Zusammenfassung.
In den USA frustriert dieses Phänomen offenbar bereits seit einigen Monaten Nutzer. Dort bietet Google seit Oktober vergangenen Jahres eine Vorabversion des KI-Assistenten für das Zuhause an. Auf Reddit finden sich mehrere Threads, in denen das Thema diskutiert wird.
Im Test von heise online zeigte sich, dass es zwar eine Lösung gibt, auf die voreingestellten Nachrichtenquellen zuzugreifen. Dabei muss jedoch jede einzelne Quelle per Sprachbefehl gezielt ausgewählt werden. Um etwa die zweimal täglich erscheinende Zusammenfassung „Heise Top“ wiederzugeben, muss der Befehl „Hey Google, spiele Heise Top“ lauten. Bei anderen Quellen kann es vorkommen, dass der Befehl statt der aktuellen News eine ältere Nachrichtensendung von Spotify oder einem vorab festgelegten Musikstreaming-Dienst ausspuckt. Nutzer müssen hier mit der korrekten Formulierung experimentieren.
Google bietet zudem in einem Supportdokument eine Hilfestellung mit einigen Formulierungsoptionen. Von diesen funktionierte jedoch im Test nur: „Spiel meinen Nachrichtenüberblick ab!“ Die weiteren Vorschläge führten nicht zum gewünschten Ziel.
Was die Nachrichtenwiedergabe angeht, ist Googles neuer Smart-Home-Assistent also noch ausbaufähig. Es bleibt zu hoffen, dass der Konzern nachbessert, um langjährigen Nutzern einen reibungslosen Übergang zu Gemini for Home zu bieten.
Andere Funktionen wie die Lichtsteuerung funktionieren weiterhin wie gewohnt, wobei es nun sogar möglich ist, mehrere Lichtquellen in einem Befehl anzusteuern und beispielsweise eine auszuschalten und eine andere einzuschalten. Wer seine vertrauten Smart-Home-Sprachbefehle behalten möchte, sollte möglicherweise noch abwarten. Der Google Assistant ist in manchen Fällen noch die bessere Wahl, wobei Gemini for Home durchaus Potenzial hat.
(afl)
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