

















Apple plant mit der kommenden Version von iOS eine Öffnung seiner lokalen Streamingprotokolle. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Informierten Kreisen zufolge macht das Apple allerdings nicht freiwillig, sondern erfüllt damit Bedingungen im Rahmen des Digital Market Act (DMA) der Europäischen Union. Das heißt: AirPlay bekommt zwar möglicherweise Konkurrenz, doch die Umsetzung könnte auf Menschen in der EU beschränkt sein.
Der Vorgang erinnert dabei an andere Maßnahmen im Rahmen des DMA, die die Beamten Apple teils erstaunlich kleinteilig vorschreiben – zuletzt hatte sich Apple in Person seines Regulierungschefs (Chief Compliance Officer) Kyle Andeer offen genervt gezeigt. Datenschutz und Innovation seien durch die Maßnahmen „gefährdet“. Im Rahmen der DMA-Regulierung muss Apple bereits NFC-Protokolle freigeben, Wearables ähnlich gut wie die Apple Watch ans iPhone heranlassen oder diverse neue APIs öffnen. Nun ist offenbar AirPlay für Audio und Video sowie weitere Inhalte dran.
Da nur iPhone und iPad im Rahmen des DMA direkt reguliert sind – der Mac bleibt außen vor –, betrifft die Umsetzung wohl auch nur diese Geräte. Laut Bloomberg sollen Third-Party-AirPlay-Alternativen ab iOS 27 (und wohl iPadOS 27) möglich werden. Die neuen Systeme erscheinen öffentlich erstmals im Herbst, es ist allerdings unklar, ob die Freigabe sofort erfolgt. Als Beispiel wird genannt, dass man von einem iPhone aus ohne zusätzliche App etwa Google Cast nutzen können soll, um entsprechend ausgestattete Fernseher oder Lautsprecher mit Inhalten zu beschicken. Geplant sei das für Musik und Sprache, Videomaterial, aber auch Fotos.
Apple reagiert mit den Maßnahmen laut Bloomberg auf die „jüngsten Vorgaben“ der EU-Kommission. Im Januar hatte sich Apple zuletzt beschwert, im Oktober einen „Compliance Plan“ an die Kommission übermittelt, aber darauf keine Antwort erhalten zu haben. Ob sich das mittlerweile geändert hat, ist nicht bekannt.
Der Konzern schrieb unter anderem, es handele sich um eine Verzögerungstaktik der Kommission, um dem Unternehmen Gebühren aufzuerlegen – was man bei der EU naturgemäß ganz anders sieht. Ob AirPlay auch in weiteren Regionen direkte Konkurrenz auf dem iPhone und iPad bekommt, ist unklar.
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(bsc)
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