





















Epic Games hat am Sonntag erstmals In-Game-Material gezeigt, das in der kommenden Unreal Engine 6 (UE6) gerendert wurde. Als erstes Showcase-Spiel hat das Unternehmen nicht „Fortnite“ gewählt, sondern den Mehrspieler-Titel „Rocket League“. Epic hat den ursprünglichen Entwickler Psyonix 2019 gekauft.
Ein kurzer Teaser-Trailer zeigt das Spiel mit verbesserter Beleuchtung und detaillierteren Fahrzeugmodellen, allzu viel lässt sich aus den kurzen Schnipseln aber nicht ablesen. Einen begleitenden Blogeintrag oder eine Pressemitteilung hat Epic Games bisher nicht veröffentlicht.
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Entsprechend ist unklar, was die Unreal Engine 6 kann und wann sie überhaupt verfügbar wird – es gibt weder einen Early-Access-Termin noch eine öffentliche Roadmap. Dass ausgerechnet „Rocket League“ das Showcase-Spiel ist, hat eine naheliegende Erklärung: Das Spiel läuft noch immer auf Unreal Engine 3 – dem gleichen Stand, auf dem 2006 Spiele wie „Gears of War“ entwickelt wurden. Psyonix hat die Engine trotz mehrfacher Next-Gen-Upgrades bisher nie gewechselt.
Dass Entwickler nach dem Release auf eine neue Version der Unreal Engine umsteigen, ist ungewöhnlich, aber nicht beispiellos. Beispielsweise migrierte das deutsche Entwicklerstudio Rockfish Games den Weltraum-Shooter „Everspace 2“ von Unreal Engine 4 auf Unreal Engine 5 (UE5). Von Epics eigenen Teams erwartet die Community, dass Spiele auch technisch auf dem aktuellen Stand gehalten werden – vor allem, wenn es sich um laufend aktuelle Onlinespiele wie „Fortnite“ und „Rocket League“ handelt.
Der Blick auf Unreal Engine 5 macht deutlich, wie lang der Weg bis zu breit verfügbaren UE6-Spielen sein dürfte. Epic hat UE5 im April 2022 vollständig veröffentlicht – vor über vier Jahren. Seitdem haben viele Studios umgestellt, viele Vorzeigeprojekte sind aber aktuell noch in Entwicklung. „The Witcher 4“ von CD Projekt Red, das in Unreal Engine 5.6 läuft, ist bisher nur als Tech-Demo zu sehen und hat keinen Release-Termin.
Shader-Stotterer, instabiles Frame-Pacing und Performanceeinbrüche in offenen Spielwelten gehören zu den bekannten Schwachstellen der Unreal Engine 5, wie unter anderem „Oblivion Remastered“ im Frühjahr 2025 deutlich gezeigt hat. In der Gaming-Community sorgt die Ankündigung der Unreal Engine 6 daher für Skepsis: Epic solle erst die bestehenden Probleme lösen, ist in vielen sozialen Medien zu lesen.
(dahe)
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