






















Wer in der Fremde den ÖPNV nutzen will, braucht im Tarifdschungel oft starke Nerven. Selbst wenn man am Heimatort nur gelegentlich mit Bus und Bahn unterwegs ist, sind die Fragen zeitraubend und kompliziert, die sich am Fahrkartenautomaten oder in den Apps der Verkehrsverbünde stellen: Welches Ticket muss ich buchen, welche Tarifzonen durchfahre ich, zahle ich zu viel oder zu wenig? Letzteres kann dann auch noch Strafen nach sich ziehen.
Vor zwei Jahren waren „Check-in & Check-out“-fähige Apps in Deutschland noch rar, das ändert sich aber gerade. Immer mehr Apps nehmen Fahrgästen die Last, zwischen dem richtigen Ticket von A nach B oder einer Tageskarte zu entscheiden. Stattdessen checkt man in Bus und Bahn kontrollsicher auf dem Smartphone beim Einsteigen ein und beim Aussteigen aus, die App errechnet danach den richtigen Preis und bucht die Summe von einer Kreditkarte oder per Zahlungsdienstleister wie PayPal ab.
Für einen Erfahrungsbericht sind wir wie Touristen mit der neuen „Easy“-App der Üstra in Hannover gefahren und haben sie mit ähnlich gebauten dänischen Apps im Großraum Kopenhagen verglichen. Dabei haben wir uns angesehen, wie man solche Apps benutzt, für wen sie sich eignen, welche Fehler passieren können und was die App-Anbieter mit den Daten anstellen. Außerdem haben wir einen Blick in die Niederlande geworfen, wo man technisch einen anderen Weg gegangen ist.
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