

















Microsoft hat in der Nacht zum Mittwoch die Vorschau-Versionen der Windows-Updates für den Juni veröffentlicht. Sie bringt einen schnelleren App-Start mit, es gibt aber auch bereits bekannte Installationsprobleme – darunter mit Fehlercode 0x800f0922, der schon seit dem Mai-Sicherheitsupdate bekannt ist.
Ein Microsoft-Support-Beitrag listet die geplanten Änderungen auf – falls größere Probleme auftauchen, werden problematische Bestandteile natürlich vor dem Juni-Patchday am 9. Juni 2026 temporär entfernt. Dazu gehört etwa die weitere Verteilung der aktualisierten Secure-Boot-Zertifikate, da die alten im Juni auslaufen. In dem Zusammenhang liefert das Update eine Gruppenrichtlinie „LimitSecureBootRequiredServiceData“ mit, die bei Aktivierung offenbar die an Microsoft übermittelten Telemetriedaten zu Secure-Boot reduziert.
Für Endnutzer interessanter sind hingegen die Funktionen, die im schrittweisen Rollout erst nach und nach aktiviert werden. Dazu gehört der Low-Latency-Modus, den Microsoft unter „Allgemeine Leistung“ aufführt: „Dieses Update beschleunigt den App-Start und die wichtigsten Shellfunktionen wie Startmenü, Suche und Info-Center.“ Auch die weiteren Funktionen klingen sehr danach, als ob sie wie erwartet aus dem Insider-Vorschau-Kanal in die allgemein verfügbare Vorschauversion von Windows gelangt sind.
Im Low-Latency-Modus hebt Windows beim Klick aufs Startmenü oder beim Start einer App den Prozessortakt an, was eine spürbare Beschleunigung und auch fühlbare Schwuppdizität des Systems bringen soll. Es gibt jedoch keine Schalter für die Funktion, lediglich der Blick in den Taskmanager beim App-Start könnte Hinweise auf die aktivierte Funktion liefern. Derzeit ist unklar, ob die zuletzt gültigen ViVe-Tool-IDs auch in der regulären Update-Vorschau funktionieren, um die Aktivierung des Features zu erzwingen.
Weitere Funktionen sind geteiltes Bluetooth-LE-Audio, der zwei unterstützte Kopfhörer gleichzeitig mit demselben Audiostrom versorgt. Die Bildschirmlupe arbeitet bessere mit Screen-Readern zusammen. CPUs mit eingebautem KI-Coprozessor (NPU) bekommen eine detailliertere NPU-Ansicht im Taskmanager. Auf die Kamera können nun mehrere Apps gleichzeitig zugreifen.
Das Problem bei der Installation des Updates, die mit dem Fehlercode 0x800f0922 abbrechen kann, erbt auch die Update-Vorschau auf das Juni-Update. Auslöser ist zu wenig Platz auf der EFI-Systempartition. Microsoft liefert Betroffenen in dem Support-Beitrag Hinweise, wie das Problem zu lösen ist.
Das Update findet Windows in den Einstellungen unter „Windows Update“ nach Klick auf die Schaltfläche „Nach Updates suchen“. Ist die Funktion „Erhalten Sie die neuesten Updates, sobald sie verfügbar sind“ aktiv, sollte Windows das Update inzwischen automatisch heruntergeladen und in Teilen installiert haben; dann erscheint an der Stelle eine Neustart-Aufforderung.
(dmk)
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