


























An den Börsen ist plötzlich wieder 1999. Denn zahlreiche Chiphersteller konnten in den vergangenen Monaten Kursgewinne einfahren, die selbst die großen KI-Aktien der vergangenen Jahre in den Schatten stellen und an die Dotcom-Ära erinnern. Der Grund dafür ist die zweite Welle des KI-Booms, die zu unerwarteten Profiteuren führt. Schließlich benötigen Rechenzentren nicht nur Grafikprozessoren – auch Speicherchips, Festplatten, Netzwerktechnik, Stromversorgung, Kühlung und immer neue Fertigungskapazitäten sind erforderlich. Als Anleger können Sie davon mit den passenden Aktien, ETFs und Fonds profitieren.
Zu den auffälligsten Profiteuren der Chip-Rally gehören bekannte Branchengrößen wie Intel, Micron, Dell, Cisco und sogar Nokia. So kletterte die Micron-Aktie seit Anfang 2025 um mehr als 1000 Prozent nach oben und selbst als wenig aufregend geltende Titel wie Sandisk, Western Digital und Seagate konnten seit Januar 2026 um mehrere Hundert Prozent zulegen. Bei Nvidia – lange Zeit ebenfalls vom KI-Boom getrieben – betrug das Plus im selben Zeitraum nur etwas mehr als zehn Prozent.
Im Folgenden zeigen wir, warum die genannten Unternehmen im Zentrum des Interesses stehen, wie Sie das Einzelwertrisiko über Halbleiter-ETFs reduzieren können und warum sich letztere dennoch nur als Beimischung im Depot eignen. Zudem stellen wir aktiv gemanagte Technologiefonds vor, die den KI-Infrastrukturboom über eine breitere Auswahl aus Halbleitern, Netzwerktechnik, Software- und Plattformunternehmen abbilden. Wir nennen aber auch die Risiken. Denn die Dotcom-Ära hat auch gezeigt, wie schnell sich ein Boom umkehren kann. Damals wie heute müssen Anleger deshalb hohe Schwankungen oder gar einem Totalverlust einkalkulieren.
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