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Allcodube iPlay 70 Max Pro im Test: 13-Zoll-Tablet mit LT...
Lukasz Konieczny · 2026-06-23 · via heise online News

Großes Tablet zum kleinen Preis: Das Alldocube iPlay 70 Max Pro bietet ein 13-Zoll-IPS-Display, Widevine L1 und LTE. Doch wo liegen die Schwächen?

Günstige Tablets eignen sich gut als Unterhaltungsgeräte für die Couch – um YouTube zu schauen oder Videos zu streamen, auch unterwegs und im Urlaub. Die meisten preiswerten Modelle erreichen nur bis zu 12 Zoll in der Diagonale. Das neue Alldocube iPlay 70 Max Pro bietet aber üppige 13 Zoll – mit hoher Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln.

Dank Widevine L1 ist das Streaming auch in Full-HD möglich – zudem gibt es ein LTE-Modem, um unterwegs mobil zu sein. Ob das der Geheimtipp des Jahres ist oder doch eine Mogelpackung, klären wir in diesem Test.

Design

Das Tablet kommt auf eine üppige Größe von 298 × 193 × 7,0 mm bei einem relativ hohen Gewicht von rund 680 g. Damit ist es annähernd so groß wie ein Blatt DIN A4 – nur etwas schmaler in der Höhe.

Die Verarbeitung ist recht sauber, wirkt aber insgesamt eher einfach gehalten. Der Gehäuserahmen ist aus Kunststoff, was dem LTE-Empfang zugutekommen soll. Die Rückseite besteht hingegen aus Metall – damit das magnetische Cover daran haften kann. Spaltmaße fallen nicht auf. Die Kamera befindet sich in einem quadratischen Element mit stark abgerundeten Ecken, das minimal hervorsteht. Allerdings verbreitet das Gerät einen unangenehmen, chemisch wirkenden Geruch.

Display

Der Bildschirm hat eine große Diagonale von 13 Zoll im 16:10-Format. Die Auflösung ist knackscharf mit 2560 × 1600 Pixeln (WQXGA) – Bildpunkte sind mit dem Auge kaum zu erkennen bei einer Pixeldichte von 230 PPI. Als Panel-Technologie kommt IPS zum Einsatz bei einer Bildwiederholrate von 60 Hz. Die Anzeige spiegelt recht stark. Mit einer maximalen Helligkeit von nur 300 cd/m² eignet sich das Gerät ausschließlich für den Indoor-Einsatz.

Prinzipiell geht die Bildqualität in Ordnung – hier erkennt man aber, dass es ein günstigeres Modell ist. So ist die Blickwinkelstabilität nicht so ausgeprägt wie bei Modellen von Samsung oder Xiaomi. Farben wirken zudem etwas kraftlos und unnatürlich. Etwas ungewöhnlich ist die Beschichtung auf der Anzeige: Diese erschwert das Bedienen per Toucheingabe etwas und fühlt sich an, als würde sie die Finger ausbremsen.

Allcodube iPlay 70 Max Pro: Bilder

Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Allcodube iPlay 70 Max Pro

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Kamera

Typisch für günstige Tablets: Die Kameraausstattung ist sehr einfach gehalten. Die Hauptkamera bietet 13 Megapixel, die Frontkamera für Selfies nur 5 Megapixel. Für das gelegentliche Ablichten von Dokumenten oder einen Videochat ist das okay – aber in der Praxis wird man die Kamera wohl kaum nutzen. Entsprechend schwach ist die Bildqualität, was aber typisch für diese Kategorie ist.

Ausstattung

Als Antrieb dient der Unisoc T7300 – dieser ist eher der unteren Mittelklasse zuzuordnen. Für Alltagsaufgaben ist die Performance ausreichend, das System reagiert meistens unmittelbar auf Eingaben – Denkpausen halten sich in Grenzen. Mit 12.500 Punkten bei PCMark reiht er sich in der typischen Mittelklasse der Tablets ein.

Die Grafikleistung ist hingegen eher bescheiden, was die 1240 Punkte bei 3DMark Wild Life zeigen. Für grafisch aufwendige Titel ist es also eher nicht gedacht – für einfache Casual Games hingegen schon.

Der Arbeitsspeicher beträgt 8 GB RAM – für den Preis ganz ordentlich, aber nichts Besonderes. Der Hersteller bewirbt das Gerät bei Amazon mit 16 GB RAM – dieser wird allerdings virtuell über den Speicher erweitert, was meistens deutlich langsamer ist als fest eingebauter RAM. Als interner Speicher stehen 128 GB zur Verfügung. Erfreulich: Eine Erweiterung per microSD-Karte ist möglich.

Von Haus aus bietet es Mobilfunk – wenn auch nur LTE (4G). Mit einer SIM-Karte kann man so auch mobil surfen. Im Heimnetzwerk geht es immerhin mit Wi-Fi 6 – gerade bei günstigen Modellen gibt es noch häufiger welche nur mit Wi-Fi 5. Für Peripheriegeräte steht Bluetooth 5.4 zur Verfügung. Ein GPS-Modul ist gemeinsam mit dem Modem ebenfalls vorhanden – man könnte also auch das große Tablet zum Navigieren nutzen, was aber angesichts der Größe eher ein seltener Anwendungsfall sein dürfte.

Einen Fingerabdruckscanner gibt es nicht, was für den Preis nicht verwundert. Die vier Lautsprecher liefern einen ordentlichen und räumlichen Stereosound, der allerdings etwas stark höhenlastig ist und gelegentlich blechern klingt. Fürs Ansehen von Videoclips ist das aber ausreichend.

Im Set gibt es optional eine magnetisch haftende Schutzhülle, die auch als Aufsteller dient und einen guten Eindruck hinterlässt. Diese besteht aus einer Fiberglas-Platte, über die Kunstleder gespannt wurde. Eine Schlaufe in der Hülle dient zur Aufbewahrung des Stylus.

Dazu kommen eine kleine Bluetooth-Tastatur sowie ein passiver Eingabestift – beide überzeugen weniger. Die Tastatur lässt sich nicht wirklich in der Schutzhülle montieren, und für längeres Tippen ist der Druckpunkt nicht ausgereift – für eine kurze Mail reicht es aber. Der Stift ist wenig präzise, was bei passiven Varianten typisch ist. Dafür benötigt er weder Bluetooth-Anbindung noch Strom.

Software

Das iPlay 70 Max Pro kommt mit Android 16 zum Käufer. Nach dem Starten erhält man direkt ein Update. Allerdings stammt der Sicherheits-Patch aus Februar 2026 und ist somit nicht mehr aktuell. Aus unserer Erfahrung müssen wir sagen, dass mit regelmäßigen Updates bei Chinaherstellern wie Alldocube nicht zu rechnen ist – ein weiteres Versionsupgrade erscheint uns ebenfalls unwahrscheinlich. Das ist wohl die größte Schwachstelle des günstigen Geräts.

Die Oberfläche orientiert sich an Stock-Android, bringt aber farbige Elemente in die Einstellungen. Das Drop-Down-Menü ist zweigeteilt: Links sind die Schnelleinstellungen für Helligkeit, Bluetooth oder WLAN, rechts die Benachrichtigungen. Alles wirkt sehr aufgeräumt. Unten gibt es eine Leiste, auf der man die wichtigsten Apps fest platzieren kann. Bloatware gibt es praktisch keine – sehr erfreulich. Per Doppeltippen auf den Screen versetzt man das Gerät in den Ruhemodus. Mit drei Fingern gleichzeitig erstellt man einen Screenshot.

Dank vorhandenem Zertifikat für Widevine Level 1 kann man Inhalte über Streaming-Anbieter wie Netflix in Full-HD nutzen – das ist ebenfalls lobenswert.

Akku

Der Akku kommt auf eine Kapazität von 10.000 mAh – für die Größe ist das nicht übermäßig viel, einige Mitbewerber bieten hier aber mindestens 10 Prozent mehr Kapazität. Beim Battery-Test von PCMark erreichten wir eine simulierte Dauerlaufzeit von 8,5 Stunden bei einer Helligkeit von 200 cd/m². Das ist weder schlecht noch übermäßig lang und liegt etwa im Mittelfeld des Testfelds. Geladen wird mit bis zu 30 W in knapp über zwei Stunden – ein Netzteil liegt bei. Kabelloses Laden gibt es nicht.

Preis

Regulär kostet das Alldocube iPlay 70 Max Pro 300 Euro. Aktuell ist es im Rahmen des Prime Day 2026 jedoch schon für 210 Euro zu haben – ein echtes Schnäppchen. Im Bundle mit Schutzhülle, Bluetooth-Tastatur und passivem Stift sind es 240 Euro.

Fazit

as Alldocube iPlay 70 Max Pro bietet viel für einen vergleichsweise geringen Preis. Das Display ist groß und bietet eine hohe Auflösung. Widevine L1 ist auch an Bord – was das Streaming mit Netflix, Disney+ und Prime Video in Full-HD möglich macht. Die Performance ist ausreichend für einfaches Surfen und Streamen.

Allerdings zeigen sich auch Schwächen. So ist die Bildqualität abseits der guten Auflösung eher wenig spektakulär, zudem ist die Anzeige relativ dunkel, womit das Gerät vor allem für den Indoor-Einsatz gedacht ist. Mit regelmäßigen Software-Updates sollte man hier nicht rechnen – was auf Dauer zum Sicherheitsproblem werden könnte. Störend war auch der Geruch – das Zubehör im Bundle konnte abgesehen von der Schutzhülle ebenfalls nicht vom Hocker reißen.

Wer aber ein möglichst großes, aber günstiges Tablet zum Streaming auf der Couch oder im Urlaub sucht, bekommt hier mit Abstrichen ein ordentliches Android-Tablet.