

























Das in Hoyerswerda beheimatete Zuse-Computer-Museum ZCOM könnte zum Jahresende geschlossen werden. Nach dem Wegfall der Unterstützung der städtischen Wohnungsgesellschaft, die die Räumlichkeiten stellt, hat die Stadtverwaltung der „Konrad-Zuse-Stadt“ ihre finanzielle Unterstützung auf die Agenda einer Stadtratssitzung gestellt. Sollte sie entfallen, müsste die ZCOM-Stiftung die Segel streichen. Sie betreibt das ZCOM seit 2017 und ist auf die Zuschüsse angewiesen: Statt geplanter 20 bis 25.000 Besucher pro Jahr wird die umfangreiche Sammlung nur von rund 10.000 zahlenden Menschen besichtigt.
Wie „Hoyerswerda lebt“ berichtet, stehen die Zuschüsse für das im Januar 2017 eröffnete ZCOM auf der Tagesordnung des Stadtrates. Werden sie gestrichen, drohe das Aus, sofern sich kein „weißer Ritter“ finde, schreibt das Stadtmagazin. Bereits Ende 2026 hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft ihren Zuschuss von 110.000 Euro pro Jahrgestrichen.
Das ursprüngliche ZCOM entstand 1995 als kleine Ausstellung, als Konrad Zuse die Ehrenbürgerschaft der Stadt Hoyerswerda erhielt. Es musste 2013 schließen und wurde dank der Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft 2017 in großzügigen Räumen wieder eröffnet. Das ZCOM zeigt die Zuse-Rechner Z11, Z22, Z22r, Z23 und Z25 sowie viele Robotron-Exponate als Rechentechnik der DDR, wie sie in der "Energiestadt Hoyerswerda" beim Tagebergbau eingesetzt wurden.
Außerdem informiert das Museum über den Computerpionier Nikolaus Joachim Lehmann, der in der Lausitz geboren wurde.
(wpl)
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