惯性聚合 高效追踪和阅读你感兴趣的博客、新闻、科技资讯
阅读原文 在惯性聚合中打开

推荐订阅源

Martin Fowler
Martin Fowler
Blog — PlanetScale
Blog — PlanetScale
Vercel News
Vercel News
L
LangChain Blog
Google DeepMind News
Google DeepMind News
H
Hackread – Cybersecurity News, Data Breaches, AI and More
F
Fortinet All Blogs
The GitHub Blog
The GitHub Blog
Recent Announcements
Recent Announcements
D
DataBreaches.Net
云风的 BLOG
云风的 BLOG
OSCHINA 社区最新新闻
OSCHINA 社区最新新闻
A
About on SuperTechFans
博客园_首页
N
Netflix TechBlog - Medium
Y
Y Combinator Blog
Hugging Face - Blog
Hugging Face - Blog
Last Week in AI
Last Week in AI
酷 壳 – CoolShell
酷 壳 – CoolShell
B
Blog
Apple Machine Learning Research
Apple Machine Learning Research
罗磊的独立博客
美团技术团队
V
V2EX

heise online News

Machine Learning mit Python – KI und Deep Learning in 5 Sessions erklärt Porsche-Chef Leiters plant umfassenden Konzernumbau Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken iX-Workshop: Grundlagen und Prinzipien eines modernen IT-Managements Missing Link: Aus für De-Mail – warum das „@“ das eingekringelte „e“ besiegte Top 10: Android Auto & Carplay nachrüsten – das beste Display fürs Auto im Test BOS-Funk: ETSI standardisiert Funk für Behörden Repair-Cafés jubeln: Bundestag beschließt Ökodesign-Reform für Nachhaltigkeit Google wehrt sich gegen Monopol-Urteil CERN-Rat beschließt Strategie-Update: FCC-ee soll LHC-Nachfolger werden Product Owner AI Day 2026: Konferenz und Workshop für KI im Produktmanagement Taskforce sieht keine Knappheit bei Kerosin Aus dem Weg! E-Scooter Navee UT5 Max mit Kuhfänger und brachialer Power im Test Krankenhaus-IT: Geldmangel und schlechte Prozesse gefährden Digitalisierung „The Boroughs“: Opa entdeckt Stranger Things iX-Workshop: Lokales Active Directory gegen Angriffe absichern Google Pics und Tiger-Selfies – die Fotonews der Woche 21/2025 Fitbit-App bekommt großes Update auf Version 5.0 und heißt jetzt Google Health Zwischen Wellen, Weite und Wissenschaft: Die Bilder der Woche 21 Sonnenenergie effizient speichern und nutzen | c’t uplink Cyberangriff auf Abrechnungsdienstleister betrifft viele Kliniken Lizenzstreit und Cloud-Zwang: Bambu Lab unter massivem Druck Vom Postweg ins BundID-Konto: Bundestag stimmt für digitales Führungszeugnis Windows 11 ist ein kompletter Verkehrsunfall Europol legt VPN-Dienst lahm TV-Deals zur WM: Die besten Fernseher von OLED bis XXL zum Tiefstpreis Nvidia will mit Vera-Prozessoren nach der CPU-Krone greifen Googles XR-Brillen auf der I/O: Project Aura & Prototyp ausprobiert Proxmox VE 9.2 mit Dynamic Load Balancer und Linux Kernel 7.0 Großstadt blockiert Überwachungssoftware Palantir
Automatisierter Missbrauchsverdacht: BKA geht gegen harml...
Stefan Krempl · 2026-06-09 · via heise online News

Der Vorwurf wiegt schwer im Strafrecht: Verbreitung illegalen Materials, das den sexuellen Missbrauch von Kindern abbildet. Wenn das Bundeskriminalamt (BKA) als Schnittstelle für die Kriminalitätsbekämpfung eine solche Warnung verschickt, herrscht bei den betroffenen Internet-Dienstleistern Alarm. So erging es dem Hoster Flokinet, als eine dringliche Mitteilung des zuständigen Referats eintraf. Damit verknüpft war die Aufforderung, kriminelle Inhalte auf seinen Systemen unverzüglich zu löschen. Dem Schreiben waren zwei Web-Adressen beigefügt.

Bei den bemängelten Adressen handelte es sich um Links zu einer Invidious-Instanz, die unter der Domain des Providers lief. Invidious fungiert lediglich als alternatives, datenschutzfreundliches Front-End für YouTube. Das bedeutet, dass der Dienst die Videos nicht selbst hostet, sondern die Anfragen an die Video-Plattform weiterleitet.

Hinter dem ersten Link verbarg sich ein harmloser dokumentarischer Ausschnitt, der den Komponisten Hans Zimmer bei der Arbeit an einem Slap-Bass-Solo zeigt. Der zweite führte zu einer Musikaufnahme des Opernsängers Plácido Domingo. Beide Videos waren meilenweit von einer Strafbarkeit entfernt. Zudem war der betroffene Web-Dienst zum Zeitpunkt der BKA-Meldung wegen technischer Probleme bereits seit einem halben Jahr offline.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Prüfmechanismen der Ermittler. Nachdem Flokinet das BKA umgehend informierte, dass die Inhalte weder strafbar noch auf ihren Servern vorhanden seien, blieb eine Reaktion zunächst aus. Erst nach einer Anfrage von Netzpolitik.org kam Bewegung in die Sache.

Ein BKA-Sprecher räumte gegenüber Netzpolitik ein, dass die Vorwürfe auf automatisierten Abläufen beruhten. In Ermittlungsverfahren mit riesigen Datenmengen würden Links automatisiert erhoben und ungeprüft als Löschaufforderung weitergeleitet. Dabei könnten auch Links „zu nicht strafbaren Inhalten weitergegeben worden sein”.

Das BKA untersucht im Zuge dieser Massenverfahren im Einzelfall also nicht mehr, ob die verlinkten Inhalte tatsächlich illegal sind. Begründung: Die Masse an digitalen Hinweisen überfordere die manuellen Kapazitäten der Strafverfolger.

Erst vier Tage nach der ersten Meldung zog das BKA den Löschantrag als irrelevant zurück. Für Provider bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Die Praxis, ungeprüfte Listen automatisiert an Hoster zu senden, verlagert die Pflicht zur rechtlichen Bewertung und die Verantwortung auf private Firmen. Das ist hier besonders riskant, weil bereits die bewusste Kenntnisnahme und der Besitz von Missbrauchsmaterial strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Zudem schafft dieses System laut Flokinet ein wirtschaftliches Ungleichgewicht auf dem IT-Markt. Große Konzerne könnten die Flut automatisierter Behördenanfragen durch teure KI-Moderationssysteme und eigene Rechtsabteilungen auffangen. Kleinere, unabhängige Provider verfügten nicht über diese Ressourcen. Sie würden durch fehlerhafte Massenmahnungen und das damit verknüpfte Haftungsrisiko existenziell bedroht, was langfristig zu einer ungesunden Marktkonzentration führe.

(vbr)