惯性聚合 高效追踪和阅读你感兴趣的博客、新闻、科技资讯
阅读原文 在惯性聚合中打开

推荐订阅源

U
Unit 42
Microsoft Azure Blog
Microsoft Azure Blog
Engineering at Meta
Engineering at Meta
博客园 - 【当耐特】
人人都是产品经理
人人都是产品经理
Cyber Security Advisories - MS-ISAC
Cyber Security Advisories - MS-ISAC
WordPress大学
WordPress大学
有赞技术团队
有赞技术团队
Blog — PlanetScale
Blog — PlanetScale
酷 壳 – CoolShell
酷 壳 – CoolShell
aimingoo的专栏
aimingoo的专栏
Jina AI
Jina AI
小众软件
小众软件
博客园 - 叶小钗
MongoDB | Blog
MongoDB | Blog
大猫的无限游戏
大猫的无限游戏
博客园 - 聂微东
Y
Y Combinator Blog
云风的 BLOG
云风的 BLOG
I
InfoQ
OSCHINA 社区最新新闻
OSCHINA 社区最新新闻
Martin Fowler
Martin Fowler
P
Proofpoint News Feed
MyScale Blog
MyScale Blog

heise online News

Machine Learning mit Python – KI und Deep Learning in 5 Sessions erklärt Porsche-Chef Leiters plant umfassenden Konzernumbau Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken iX-Workshop: Grundlagen und Prinzipien eines modernen IT-Managements Missing Link: Aus für De-Mail – warum das „@“ das eingekringelte „e“ besiegte Top 10: Android Auto & Carplay nachrüsten – das beste Display fürs Auto im Test BOS-Funk: ETSI standardisiert Funk für Behörden Repair-Cafés jubeln: Bundestag beschließt Ökodesign-Reform für Nachhaltigkeit Google wehrt sich gegen Monopol-Urteil CERN-Rat beschließt Strategie-Update: FCC-ee soll LHC-Nachfolger werden Product Owner AI Day 2026: Konferenz und Workshop für KI im Produktmanagement Taskforce sieht keine Knappheit bei Kerosin Aus dem Weg! E-Scooter Navee UT5 Max mit Kuhfänger und brachialer Power im Test Krankenhaus-IT: Geldmangel und schlechte Prozesse gefährden Digitalisierung „The Boroughs“: Opa entdeckt Stranger Things iX-Workshop: Lokales Active Directory gegen Angriffe absichern Google Pics und Tiger-Selfies – die Fotonews der Woche 21/2025 Fitbit-App bekommt großes Update auf Version 5.0 und heißt jetzt Google Health Zwischen Wellen, Weite und Wissenschaft: Die Bilder der Woche 21 Sonnenenergie effizient speichern und nutzen | c’t uplink Cyberangriff auf Abrechnungsdienstleister betrifft viele Kliniken Lizenzstreit und Cloud-Zwang: Bambu Lab unter massivem Druck Vom Postweg ins BundID-Konto: Bundestag stimmt für digitales Führungszeugnis Windows 11 ist ein kompletter Verkehrsunfall Europol legt VPN-Dienst lahm TV-Deals zur WM: Die besten Fernseher von OLED bis XXL zum Tiefstpreis Nvidia will mit Vera-Prozessoren nach der CPU-Krone greifen Googles XR-Brillen auf der I/O: Project Aura & Prototyp ausprobiert Proxmox VE 9.2 mit Dynamic Load Balancer und Linux Kernel 7.0 Großstadt blockiert Überwachungssoftware Palantir
Databricks: Lakehouse//RT soll separate Echtzeitdatenbank...
Prof. Jonas Härtfelder · 2026-06-19 · via heise online News

Databricks stellt mit Lakehouse//RT eine Engine für Echtzeitanalysen auf Delta-Lake- und Apache-Iceberg-Tabellen vor. Anwendungen und KI-Agenten sollen dadurch direkt auf Daten im Lakehouse zugreifen können, ohne dass zusätzliche Serving-Systeme oder spezialisierte Echtzeitdatenbanken erforderlich sind.

Der Markt für Echtzeitanalysen wird bislang von spezialisierten Systemen wie ClickHouse, Apache Pinot oder Apache Druid geprägt. Unternehmen setzen diese häufig zusätzlich zu ihren Analyseplattformen ein, um Anwendungen, Dashboards oder KI-Systeme mit niedrigen Antwortzeiten zu versorgen. Die dafür erforderlichen Datenkopien und Synchronisationsprozesse erhöhen jedoch Komplexität und Kosten.

Mit Lakehouse//RT will Databricks diese Architektur vereinfachen. Die neue Engine führt Abfragen mit Latenzen im Millisekundenbereich direkt auf Delta-Lake- und Apache-Iceberg-Tabellen aus. Eine separate Echtzeit-Serving-Schicht soll dadurch entfallen. Die Technologie ist ab sofort als Beta verfügbar. Databricks begründet den Schritt unter anderem mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Agenten. Diese greifen nach Vorstellung des Herstellers kontinuierlich auf Unternehmensdaten zu und benötigen dafür aktuelle Informationen mit möglichst geringer Latenz. Lakehouse//RT soll deshalb Daten direkt aus dem Lakehouse bereitstellen, ohne sie zuvor in zusätzliche Systeme zu kopieren.

Nach Angaben des Herstellers richtet sich Lakehouse//RT an Anwendungen mit hohen Parallelitätsanforderungen. Dazu zählen interaktive Dashboards, kundenseitige Anwendungen sowie KI-Agenten. Die Engine greift direkt auf verwaltete Delta-Lake- und Apache-Iceberg-Tabellen zu und soll auch bei einer großen Zahl gleichzeitiger Anfragen niedrige Antwortzeiten ermöglichen. Bislang setzen viele Unternehmen für solche Szenarien auf zusätzliche Echtzeit-Serving-Systeme.

Databricks argumentiert, dass diese Architektur zu Datenkopien, separaten Governance-Strukturen und zusätzlichem Betriebsaufwand führt. Lakehouse//RT soll diese Zwischenschicht ersetzen und Analysen unmittelbar auf den im Lakehouse gespeicherten Daten ermöglichen.

Technische Grundlage von Lakehouse//RT ist Reyden, eine neue Rechen-Engine mit vollständig asynchronem Ausführungsmodell. Nach Herstellerangaben erreicht sie Antwortzeiten von rund 10 Millisekunden bei kleineren Datensätzen sowie unter 100 Millisekunden bei größeren Datenbeständen. Bei Standard-Analyse-Benchmarks nennt Databricks Latenzen von unter 100 Millisekunden bei 12.000 Abfragen pro Sekunde. Gegenüber bestehenden Echtzeit-Serving-Stacks sollen Kunden Leistungssteigerungen um den Faktor 16 gemessen haben. Welche Datensätze und Abfragetypen den Benchmarks zugrunde liegen, erläutert der Hersteller bislang nicht im Detail. Anders als viele auf niedrige Latenzen optimierte Systeme sei Reyden nicht nur für einfache Schlüssel-Wert-Abfragen ausgelegt, sondern könne auch komplexere analytische Abfragen verarbeiten.

Lakehouse//RT integriert sich in den Unity Catalog von Databricks. Richtlinien, Berechtigungen und Audit-Funktionen gelten damit auch für Echtzeitabfragen. Zusätzliche Governance-Schichten oder proprietäre Datenformate sollen nicht erforderlich sein. Nach Angaben des Herstellers genügt es, bestehende Delta- oder Iceberg-Tabellen auszuwählen, um innerhalb weniger Minuten auf Live-Daten zuzugreifen. Separate CDC- oder Synchronisationspipelines seien nicht notwendig.

Databricks ordnet Lakehouse//RT als Erweiterung seiner bestehenden Engine-Familie ein. Neben Spark für Data Engineering und Data Science sowie Photon für analytische Workloads soll die neue Engine den Bereich niedriger Latenzen abdecken.

Als Referenzkunden nennt Databricks unter anderem Cisco und den Werbetechnologieanbieter Magnite. Cisco berichtet von einer fünffachen Verbesserung der Antwortzeiten bei der Bedrohungssuche auf Live-Daten. Magnite gibt Antwortzeiten von unter 200 Millisekunden für zentrale Dashboard-Abfragen an. Ob Lakehouse//RT tatsächlich spezialisierte Echtzeitdatenbanken ersetzen kann, bleibt offen. Die bislang veröffentlichten Leistungsdaten stammen ausschließlich von Databricks und ausgewählten Referenzkunden. Unabhängige Benchmarks oder direkte Vergleiche mit anderen Echtzeitsystemen liegen bislang nicht vor.

Sollte sich die Architektur in der Praxis bewähren, könnte sie einen weiteren Schritt in Databricks’ Strategie markieren, Analyse-, Transaktions- und KI-Workloads auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen. Der Beta-Status zeigt allerdings auch, dass sich dieser Anspruch erst noch im produktiven Einsatz beweisen muss. Parallel dazu kündigt Databricks weitere Schritte an, bislang getrennte operative und analytische Datenarchitekturen enger miteinander zu verzahnen.

(axk)