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Nvidia will mit Vera-Prozessoren nach der CPU-Krone greifen
Mark Mantel · 2026-05-22 · via heise online News

Die ersten großen KI-Firmen haben Nvidias neuen CPU-Server mit Vera-Prozessoren erhalten. Vera ist der Nachfolger von Nvidias erstem Server-Prozessorwurf Grace. Beide verwenden zwar ARM-Architekturen, allerdings hat Nvidia erst für Vera eigene Custom-Kerne mit dem Codenamen Olympus entworfen. 88 Stück arbeiten in einer CPU.

Ian Buck überreichte die ersten Systeme kürzlich an Vertreter von Anthropic, OpenAI, SpaceXAI (früher xAI) und schließlich Oracle. Buck leitet bei Nvidia die Sparte Hyperscale and High-Performance Computing. Anders als bei früheren Erstauslieferungen war Firmenchef Jensen Huang nicht mehr dabei.

Die Prozessoren enthalten keine KI-Beschleuniger per se. Nvidia preist sie trotzdem für KI-Rechenzentren an, weil Prozessoren dort momentan durch KI-Agenten an Bedeutung gewinnen. Sie setzen flotte CPUs voraus.

In der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen gab Nvidias Finanzchefin Colette Kress eine erste Prognose ab: Die Firma beziffert den adressierbaren Markt auf 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Im ersten Jahr soll Vera für 20 Milliarden US-Dollar Umsatz sorgen. Ab dem dritten Quartal sollen auch Vera-Rubin-Systeme verfügbar sein, in denen zusätzliche KI-Beschleuniger stecken.

„Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Gesamtumsatz im CPU-Bereich von fast 20 Milliarden US-Dollar, was uns auf den Weg zum weltweit führenden CPU-Anbieter bringt“, sagte Kress.

Sollten sich die 20 Milliarden US-Dollar bewahrheiten, wäre das schon im ersten Jahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AMD und Intel, wenn man nur Serverprozessoren wertet. AMD setzte 2025 gut 16,6 Milliarden US-Dollar mit Server-Hardware um, allerdings inklusive KI-Beschleunigern. Der Umsatz sowohl mit CPUs als auch mit Beschleunigern soll dieses Jahr noch mal erheblich steigen.

Intel setzte 2025 rund 16,9 Milliarden US-Dollar mit Server-Hardware um, hauptsächlich mit Xeon-Prozessoren. Den Markt für KI-Beschleuniger hat Intel weitgehend verschlafen. Inklusive Client-CPUs ziehen sowohl AMD als auch Intel jetzt schon davon. Intels Umsatz lag so bei 49,1 Milliarden US-Dollar (32,2 Milliarden US-Dollar durch Client). Nvidia will zwar mit N1X und N1 auch in Notebooks gelangen, allerdings verzögern sich die Mobilprozessoren schon seit 2025.

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