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Mai Passend zur Fußball-WM: Apple verbessert Sports-App „Gemini built in“: Google bietet Referenzdesigns für Smart-Home-Geräte an Neu in .NET 10.0 [24]: LINQ-Operatoren RightJoin() und LeftJoin() in EF Core Drei „Tomb Raider“-Klassiker im Epic Games Store kostenlos Apache-Airflow-Komponenten: Angreifer können Datenbank modifizieren Notepad++: Update bessert Schwachstelle im Installer aus Halbleiter-Ökosystem: Studie beschreibt EU-Problemzonen Stellantis-Umbau: Fokus auf Kernmarken und Kapazitätsabbau in Europa Cisco stopft Sicherheitsleck mit Höchstwertung in Secure Workload „GTA 6“ erscheint wie geplant am 19. 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KI-Update kompakt: Verbraucherschutz, Gemini for Home, KI-Werbung, Spiele
Isabel Grünewald · 2026-06-22 · via heise online News

Auf der Verbraucherschutzministerkonferenz in Potsdam haben die Ministerinnen und Minister verbindliche europäische Schutzregeln für KI-Agenten gefordert. Solche Programme buchen im Auftrag der Nutzer Flüge, wechseln den Stromanbieter oder kaufen ein. Der klassische Verbraucherschutz prüft bisher nur Online-Shops und Webseiten, etwa ob diese klare Preise nennen. Bei eigenständig handelnden Agenten greift er nicht.

Künftig sollen Vorgaben wie Höchstpreise, erlaubte Anbieter oder Vertragslaufzeiten als feste Grenzen gelten, die ein System nicht eigenmächtig überschreiten darf. Bisher behandeln Agenten solche Wünsche nur als unverbindliche Hinweise. Die finale Kaufentscheidung soll beim Menschen liegen, der Prozess jederzeit abbrechbar sein. Für Anbieter wie OpenAI oder Google sind die Beschlüsse nicht bindend. Verbindliche Regeln könnten erst durch ein EU-Gesetz wie den geplanten Digital Fairness Act entstehen.

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Das Konsortium „Europa“ unter Führung von Domyn, einem italienischen Unternehmen, hat den EU-Wettbewerb „Frontier AI Grand Challenge“ gewonnen. Es will ein quelloffenes Modell mit über 400 Milliarden Parametern bauen, das alle 24 EU-Amtssprachen beherrscht. Solche Größen waren bisher vor allem US-amerikanischen und chinesischen Modellen vorbehalten. Das System richtet sich an regulierte Branchen wie Finanzen und Verteidigung.

Domyn baut auf eigenen Modellen wie Domyn-Large mit 263 Milliarden Parametern auf. Eine modulare Mixture-of-Experts-Architektur soll das System sparsamer machen. Die EU-Kommission stellt über das Supercomputing-Konsortium EuroHPC ein Jahr lang bis zu 2,5 Prozent der europäischen Rechenleistung bereit. Das fertige Modell erscheint als Open Source.

Google verteilt Gemini for Home nun auch in Deutschland als Early-Access-Version und ersetzt damit schrittweise den alten Assistant auf Smart-Displays und Lautsprechern. Wer morgens nach Nachrichten fragt, bekommt jetzt eine KI-Zusammenfassung statt der Beiträge aus den selbst gewählten, vertrauten Quellen. Noch ist die Umstellung freiwillig, doch in den kommenden Monaten soll Gemini den Assistant ganz ablösen.

Nutzer kritisieren, dass eine KI-Stimme gefilterte Infos vorliest und dabei komplexe Zusammenhänge teils falsch wiedergibt. Mit spezifischen Befehlen lassen sich einzelne Kanäle weiterhin abrufen. Bei der Smart-Home-Steuerung wirkt Gemini dagegen klüger als der alte Assistant, etwa weil es mehrere Geräte mit einem Befehl steuert. Wer seine vertrauten Sprachbefehle behalten will, sollte vorerst abwarten.

Die Deutsche Bank meldet große Produktivitätsgewinne durch KI. Aufgaben, die früher zwei Jahre dauerten, erledigt sie jetzt in drei bis sechs Monaten. Rückstände, deren Abbau Monate kostete, sind in wenigen Wochen abgearbeitet. Denis Roux, Chief Information Officer der Investmentabteilung, betont die Kostenkontrolle. Die Bank nutzt tokenbasierte Preismodelle und teilt den Mitarbeitenden feste Kontingente zu.

Die Werkzeuge automatisieren Finanzdatenanalysen und verknüpfen externe Ereignisse wie geopolitische Entwicklungen mit dem Portfolio, um Risiken besser zu bewerten. Generell bleibt die Bank zurückhaltend und setzt für Routineaufgaben einfachere Modelle ein. Ihre Erkenntnisse teilt sie unternehmensweit.

Deutsche Finanzbehörden prüfen Influencer verstärkt mit KI. In Bayern erzielte die Spezialeinheit „eCommerce“ durch Analyse von Social-Media-Aktivitäten bereits Nachzahlungen von 550.000 €. Nordrhein-Westfalen überprüft derzeit mehr als 7.000 Verdachtsfälle. Die Software verfolgt Influencer über mehrere Plattformen.

Bundesweit beschafften die Behörden rund 60.000 Datensätze mit einem Umsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Viele Betroffene verdienen monatlich mehrere zehntausend Euro, haben aber oft nicht einmal eine Steuernummer. Die KI-Auswertung hilft den Ämtern, systematisch gegen Steuerhinterziehung vorzugehen.

Eurocommerce, der europäische Handelsverband, will KI-generierte Werbung von den Transparenzpflichten des EU-AI-Act befreien. In einem Brief an EU-Kommissarin Henna Virkkunen fordert er eine Ausnahme für Werbebilder, die nicht zur Täuschung dienen. Das Gesetz tritt am 2. August in Kraft und verlangt eine klare Kennzeichnung von Deepfakes. Zu den Mitgliedern zählen Amazon, H&M, der Zara-Mutterkonzern Inditex und Ikea.

Verbandsdirektorin Christel Delberghe nennt als Beispiel ein KI-generiertes Wohnzimmerbild mit Sofa, das nicht unter die Regel fallen sollte. Eine Kennzeichnungspflicht würde aus ihrer Sicht den Nutzen der Transparenzregel verwässern. Wie stark der Handel auf KI setzt, zeigt Zalando, ein Onlinehändler: Dort entstehen 90 Prozent der Marketing-Inhalte per KI. Die EU-Kommission äußerte sich bisher nicht.

Norwegen verbannt generative KI aus den Grundschulen und reagiert damit auf sinkende Testergebnisse. Für Kinder von sechs bis 13 Jahren gilt ein komplettes Verbot. In der Sekundarstufe sind KI-Tools nur unter Aufsicht erlaubt, erst in der Oberstufe vermittelt die Schule KI-Kompetenzen gezielt. Premierminister Støre begründet dies damit, dass Kinder zuerst Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sollen.

Ähnliche Schritte wirkten bereits: Das Smartphone-Verbot von 2024 führte zu weniger Mobbing und besseren Noten. Parallel plant Norwegen ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige und fördert wieder klassische Schulbücher.

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Eine Studie der University of California in Berkeley legt nahe, dass generative KI den Wert von Hochschulnoten untergräbt. Die Forschenden analysierten mehr als 500.000 Noten an einer großen Universität in Texas. In Kursen mit vielen Schreib- und Programmieraufgaben stiegen die Noten seit dem Start von ChatGPT im November 2022 deutlich. Der Anteil der Bestnote A wuchs um 13 Prozentpunkte, der Schnitt um 0,12 Punkte.

Ob das echten Lernfortschritt zeigt, prüfte Studienautor Igor Chirikov anhand des Hausaufgabenanteils. In Kursen mit hohem Anteil stieg die Zahl der A-Noten um weitere 16 Prozentpunkte. Chirikov warnt vor einer Rückkopplung: Verdrängt KI das eigene Üben, könnten gerade schwächere Studierende dort gut abschneiden, wo KI am stärksten ist. Die Studie rät, Prüfungsformate neu zu gestalten.

Auf dem AWS Summit in New York hat Amazons Cloud-Sparte zwei neue Dienste für den produktiven Einsatz von KI-Agenten vorgestellt. AWS Continuum findet Sicherheitslücken im Code, priorisiert sie nach Geschäftskontext und versucht in einer abgeschotteten Testumgebung, einen Angriff nachzubauen. AWS Context erzeugt aus vorhandenen Unternehmensdaten einen Wissensgraphen, der einzelne Datenpunkte zu einem Netz aus Beziehungen verknüpft.

So kann ein Agent etwa nachvollziehen, welche Tabelle zu welchem Kunden gehört. Der Dienst leitet diese Beziehungen aus Datenbanken, Dokumenten, E-Mails und Chats ab. Den Coding-Agenten Kiro bringt AWS zudem als iPhone-App, die als Steuerung dient, um Aufgaben zu starten und Code-Änderungen freizugeben.

Sonys Playstation-Studios automatisieren mit KI Arbeitsschritte in der Spieleentwicklung, etwa in Softwareentwicklung, Qualitätssicherung, 3D-Modellierung und Animation. Das beschreibt Sony im aktuellen Geschäftsbericht. Die Werkzeuge sollen die Teams von Routineaufgaben entlasten. Sony betont, KI solle menschliche Kreativität nicht ersetzen, sondern Potenzial freisetzen.

In der Branche kommt KI bei fast jedem größeren Projekt in einer Form zum Einsatz. Die Entwicklung eines großen Spiels ist ein mehrjähriges Vorhaben mit viel Management, Logistik und Technik. KI hilft etwa beim Coding, der Qualitätssicherung oder bei Meeting-Transkripten, also an Stellen, die man im fertigen Spiel nicht sieht.

Amazon hat die Veröffentlichung des fast fertigen Films „Artificial“ über OpenAI-Chef Sam Altman gestoppt und will ihn einem anderen Studio überlassen. Der Film von Regisseur Luca Guadagnino behandelt die Ereignisse Ende 2023, als Altman überraschend als OpenAI-Chef entlassen und nach Protesten der Belegschaft schnell wieder eingesetzt wurde. Andrew Garfield spielt die Hauptrolle, Ike Barinholtz verkörpert Elon Musk.

Das Timing passt zur neuen Nähe beider Konzerne: Amazon Web Services und OpenAI kündigten eine strategische Kooperation an. Zudem investierte Amazon 50 Milliarden Dollar in OpenAI, abhängig von einem Börsengang oder dem Erreichen einer allgemeinen künstlichen Intelligenz. Ein kritischer Film über den Partner passt offenbar nicht dazu. Mit Guadagnino will Amazon weiterarbeiten.

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(igr)