















Vodafone verspricht in seinen 5G-Netzen eine bessere Upload-Geschwindigkeit – allerdings zunächst nur im Zusammenspiel mit ausgewählten Xiaomi-Geräten. Hierfür wird das neue, standardisierte Verfahren „Uplink Carrier Aggregation mit TX-Switching“ eingesetzt. Es soll die Datenübertragung schneller und effizienter machen und könne zukünftig auch von anderen Mobilgeräteherstellern übernommen werden.
Das „Uplink Carrier Aggregation mit TX-Switching“-Verfahren ist seit vergangenem Freitag aktiviert. Es kombiniert laut Vodafone mehrere Übertragungskanäle für den Upload. Dadurch würden Kapazität und Verbindungstempo steigen. Schon vor zwei Jahren sollen erste Tests in Hannover und der spanischen Stadt Ciudad Real unter besten Bedingungen in der Spitze Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 273 Megabit pro Sekunde erreicht haben. Damals hieß es noch: „Heutige Smartphones verfügen entweder über einen oder zwei Kanäle, die dem Uplink gewidmet sind, wobei jeder Kanal etwa 100 Mbit/s bietet, je nachdem, wo sich der Nutzer befindet (in Innenräumen oder überfüllten Gebieten sinkt die Kapazität tendenziell). Durch den Einsatz von Uplink Carrier Aggregation mit Tx Switching konnten Vodafone und seine Technologie-Anbieter die Übertragung von Informationen optimieren. Es wurden deutliche Geschwindigkeitssteigerungen erzielt, abhängig von der Entfernung zwischen dem Smartphone und dem mobilen Standort.“ Jetzt sollen im „Live-Netz“ Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s möglich sein. Laut Vodafone entspricht das einer Steigerung von rund 30 Prozent gegenüber dem bisherigen Verfahren. Das tatsächliche Tempo sei allerdings von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von der Auslastung der Netze.
Vodafone stattet seine Mobilfunkstandorte in Deutschland nach und nach mit dem Technik-Upgrade aus, was zunächst nur wenige Kundinnen und Kunden bemerken dürften. Das Bündelungsverfahren funktioniert derzeit nämlich ausschließlich mit den Xiaomi-Smartphones 15 Ultra und 17 Ultra in Verbindung mit Mobilfunkstationen auf Basis von Ericsson-Technologie.
Fabrizio Rocchio, Netz-Chef von Vodafone Deutschland, erklärt hierzu: „Was wir vor zwei Jahren in Testumgebungen erprobt haben, bringen wir heute in den Live-Betrieb. Mit dem neuen Bündelungsverfahren lassen sich Videos und Dateien nun noch schneller in soziale Netzwerke und in die Cloud hochladen.“ Yongmin Huo, General Manager of Product Technology Department bei Xiaomi, ergänzt: „Gemeinsam mit Vodafone freuen wir uns, diese Funktion live zu bringen. Diese Technik ermöglicht eine deutliche Steigerung der Uplink-Kapazität und des Datendurchsatzes.“
(kbe)
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